Die führende Schweizer Informationsplattform für Bauprodukte, Architekturprojekte und Expertenprofile

Vertikalität als Konzept – Ein Wohnhochhaus
Nymphenburger Str. 160, München


38 von 332
Blick vom Rotkreuzplatz © Hamberger Jonas, Holl TheresaBlick in den Wohnraum © Hamberger Jonas, Theresa HollStädtebauliches Modell 1:500 © Hamberger Jonas, Theresa HollStrukturmodell 1:100 © Hamberger Jonas, Theresa HollWohnungsmodell 1:20 © Hamberger Jonas, Theresa HollFassadenmodell 1:100 © Hamberger Jonas, Theresa HollWohnungsmodell 1:20 © Hamberger Jonas, Theresa Holl
Kategorie:
Studentenentwürfe
Fertigstellung:
2018
Gebäudeanzahl:
1
Stockwerke:
24
Untergeschosse:
4
Anzahl Wohnungen:
54
Grundstücksfläche:
1010 m²
Geschossfläche:
368 m²
Nutzfläche:
224 m2
Gebäudevolumen:
29'120 m³

In Anlehnung an die Komplexität des Lebens und die Wohnsituation in unseren Großstädten, soll am Rotkreuzplatz in München, die Form des Wohnhochhauses neu gedacht und zeitgenössisch interpretiert werden.

Seine Intension entsteht aus einer durchgehend vertikalen Struktur, die der Heterogenität des Ortes und des geforderten Programms standhält und sich räumlich und organisatorisch auf allen Ebenen des Hauses widerspiegelt, um es in seiner Differenziertheit zusammenzuhalten.
So nimmt das Wohnhochaus in seiner Form die Kanten und Fluchten der umliegenden Bebauung auf und setzt sich als ortsprägender Schlussstein an die Spitze der teils offenen Blockrandbebauung, zwischen der Leonrod- und der Nymphenburger Straße.

Vier durchgängig vertikale Erschließungskerne bilden das Grundgerüst des Hauses, an welche sich die Wohnungen ab der Traufhöhe der umliegenden Bebauung addieren und so einen öffentlichen Negativraum im Erdgeschoss zum Platz hin ausbilden. Dieser verortet das Hochhaus sowohl räumlich, als auch sozial im Kontext.

Pro Geschoss ordnen sich vier, zweiseitig orientierte Wohneinheiten an die vertikalen Kerne, deren Organisation auf auf einer clusterartigen, oft 2-geschossigen Wohntypologie basiert. Jedes Zimmer der Appartements erhält, abgestimmt auf Nutzung und Anforderung, eine eigene Dimension. Die damit erreichte klare Raumdifferenzierung, wird durch unterschiedliche Raumhöhen ergänzt und trägt zu vielfältigen Raumerfahrungen in der Höhe, mit unterschiedlichsten Gegebenheiten an Offenheit, aber auch Geborgenheit bei.
Durch die kleinteilige und komprimierte Grundrissorganisation strebt der Entwurf nach neuen, von Konventionen gelösten Raumgefügen, mit dem Ziel den Bewohnern das Leben in der Höhe neu erfahrbar zu machen.
Angelehnt an die vertikale Struktur des Hauses, enden die Wohnungen am oberen Abschluss des Turmes unterhalb der Erschließungskerne. Die abgestufte Dachlandschaft bietet den Bewohnern Terrassen und Freiflächen unterschiedlichster Nutzungen, um den gemeinschaftlichen Gedanken des Wohnens auf komprimierten Raum in der heutigen Zeit zu unterstreichen.

Die Kerne der Wohnungen werden als räumliches Tragwerk gedacht, welches seine Lasten in die Hauptkerne leitet. Die ausgemauerten raumbildenden Wände im Inneren verdeutlichen das statische System und spiegeln, in Kombination mit den Einbauten aus Kiefernholz, die Differenziertheit auch im Material wider.
Die Sichtbetonfassade steht im Kontrast zum komplexen, über die unterschiedlichen Öffnungen lesbaren Innenleben und unterstreicht mit ihrer einheitlich skulpturalen Präsenz ihre Vertikalität.

Student

Jonas Hamberger


Student

Theresa Holl


Universität / Fachhochschule

Technische Universität München


Arcisstrasse 21
80333 München
+49.89.289.22317

Situationsplan 1:500 Vertikalität als Konzept – Ein Wohnhochhaus von
Situationsplan 1:500
Konzeptskizze Vertikalität als Konzept – Ein Wohnhochhaus von
Konzeptskizze
Erdgeschoss 1:200 Vertikalität als Konzept – Ein Wohnhochhaus von
Erdgeschoss 1:200
Dach-, Regel- und Erdgeschossgrundriss 1:200 Vertikalität als Konzept – Ein Wohnhochhaus von
Dach-, Regel- und Erdgeschossgrundriss 1:200
Wohnungsgrundrisse über 2 Geschosse 1:100 Vertikalität als Konzept – Ein Wohnhochhaus von
Wohnungsgrundrisse über 2 Geschosse 1:100
Schnitt Ost-West 1:200 Vertikalität als Konzept – Ein Wohnhochhaus von
Schnitt Ost-West 1:200
Ansicht West 1:200 Vertikalität als Konzept – Ein Wohnhochhaus von
Ansicht West 1:200
Fassadenschnitt mit Ansicht 1:50 Vertikalität als Konzept – Ein Wohnhochhaus von
Fassadenschnitt mit Ansicht 1:50
Wohnungsverteilung Vertikalität als Konzept – Ein Wohnhochhaus von
Wohnungsverteilung
Statisches System Vertikalität als Konzept – Ein Wohnhochhaus von
Statisches System