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"verbindende Landschaften" Beton - & Kieswerk in Bonaduz, Graubünden
Reichenau

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 © Davide VinciguerraBeton & Kieswerk_Aussenbild_Tag © Davide VinciguerraBeton & Kieswerk_Aussenbild_in der Früh © Davide VinciguerraMaschinenraum_Tag © Davide VinciguerraMaschinenraum_Nacht © Davide VinciguerraVerwaltungszentrale_Eingangsbereich_Tag © Davide VinciguerraVerwaltungszentrale_Eingangsbereich_Abend © Davide VinciguerraVerwaltungszentrale_Büro_Tag © Davide VinciguerraVerwaltungszentrale_Büro_Abend © Davide VinciguerraVerwaltungszentrale_Ausstellungsraum_Tag © Davide VinciguerraVerwaltungszentrale_Ausstellungsraum_Abend © Davide VinciguerraWanderbrücke_01 © Davide VinciguerraWanderbrücke_02 © Davide VinciguerraWanderbrücke_03 © Davide VinciguerraWanderbrücke_04 © Davide Vinciguerra
Kategorie:
Studentenentwürfe
Fertigstellung:
2018

Die südliche Seite des Rheins bekommt ein Gesicht. Eine Ost-West-Verbindung für die Öffentlichkeit, welche die beiden Hügellandschaften, in der die Volumen eingespannt sind, verbindet. Ein Wanderweg vom nahegelegenen Bahnhof, der den öffentlichen Fussverkehr gewährleistet, führt durch das Kieswerk hindurch und weiter in den Wald. Eine Geste, die sich trotz der markanten Volumen, sich mit ihrer filigranen Konstruktion in die Topographie integrieren soll und das landschaftliche Bild nicht stört.
„Verbindende Landschaften“ nenne ich mein Projekt. Eine Strecke als Wanderweg, die zwei Hügel, wenn ich sie so nennen darf, verbindet und zusammenzieht. In der Geometrie definiert sich die Strecke wie folgt: Die Strecke ist ein Geradenabschnitt oder Geradenstück, welches auf einer geraden Linie, von zwei Punkten begrenzt wird. Sie ist sozusagen die kürzeste Verbindung ihrer beiden Endpunkte. Auf dieser Strecke erfährt man unterschiedliche Atmosphären im Aussenraum. Die Topographie wird spürbar und lässt den natürlichen Geruch der Berge einatmen.
Das Projekt definiert sich aus drei Elementen. Die Brücke, das Kieswerk und die Verwaltungszentrale. Aus diesem Grund sollen auf pragmatischer Weise, drei Hauptmaterialien verwendet werden, nämlich: Beton, Holz und Stahl. Die beiden Gebäude unterscheiden sich jedoch in ihrer Funktion. Das grosse ist das Kieswerk, dort wo die Kiesaufbereitung von der Kiesgrube, bis hin zum „gemahlenen“ Sand, stattfindet. Die kleinere Struktur ist die Verwaltungszentrale. Ein Ort, von dem aus alles gesteuert werden kann. Der Bau des Kieswerks, soll in eine Ortbeton-Rahmenkonstruktion ohne inneren Kern ausgeführt werden. Die Aussteifung erfolgt über die Rahmenkonstruktion und die nordseitig, liegenden Rahmen, welche als Wandscheiben aktiviert werden. Die bereits vorhandene Betonanlage soll dem Bau vor Ort Unterstützung leisten. Die innere Hülle aus Ortbeton ist somit die primäre Konstruktion des Bauwerks.
Im untersten Geschoss liegen die Bandanlage, welche zum Betonwerk führt und ein Teil der über zwei Geschosse ragenden Schotten für die Gesteinslagerung. In den obersten drei Geschossen befinden sich die Maschinenräume für die Kiesaufbereitung.
Ein Raster von 5.20 m erstreckt sich über die gesamte Parzelle und bildet somit ein wirtschaftliches Mass für Konstruktion, Nachhaltigkeit und Umnutzung in andere Funktionen. Verschiedene Auskragungsbreiten und eine aussenliegende „Scherentreppe“ ermöglichen einen Umgang um die innere Hülle des Kieswerks. Dieser Umgang gewährleistet verschiedene Einblicke in die Kiesaufbereitung und bildet eine Art Filterschicht zwischen innerer und äusserer Hülle. Daraus erfolgte die Idee, eine Art Lamellenkonstruktion als äussere Hülle. Das Holz, welches dabei verwendet werden soll, ist Lärchenholz. Dieses Holz hat die wunderbare Eigenschaft, dass es sich mit der Witterung in seiner Farbigkeit ändert, und sich dadurch in die umgebende Natur zu integrieren scheint.
Die Verwaltungszentrale beherbergt ein Betonwerk, der wie ein Turm ins Gebiet hineinragt, an dem vier Silos mit Betonkomponenten angeschlossen sind. Zudem verbindet ein Förderband das Kieswerk mit dem Betonwerk.
Im Eingangsgeschoss des Verwaltungsgebäudes ist die gesamte Technik angebracht. Im ersten Obergeschoss befindet sich die Kontrollzentrale, welche sich als ein luftiges und lichtdurchflutetes Büro mit einer Küche auszeichnet. Im obersten Geschoss liegt ein gemeinschaftlicher Raum, welcher ebenfalls der Öffentlichkeit angehören soll. Ein grosser Raum, nutzbar für Ausstellungen, Treffpunkte oder kleiner „Museumsraum“, der den Ablauf und die Zusammenhänge von Betonherstellung und Kiesaufbereitung, sowie die Geschichte des Ortes erzählt.
Wenn es dunkel wird, soll die Struktur, die ihr diffuses Licht welches von der inneren Hülle herausstrahlen lässt, in der Landschaft wie eine Laterne wirken.


Student

Davide Vinciguerra

Schwarzplan_1_2000
Schwarzplan_1_2000
Situation_Umgebungsplan_1_1000
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Kieswerk_Untergeschoss_Bandanlage_1_200
Kieswerk_Untergeschoss_Bandanlage_1_200
Kieswerk_Silokammern_1_200
Kieswerk_Silokammern_1_200
Kieswerk_Regelgeschoss_1_200
Kieswerk_Regelgeschoss_1_200
Kieswerk_4.Obergeschoss_1_200
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Kieswerk_Schnitt A-A_1_200
Kieswerk_Schnitt A-A_1_200
Kieswerk_Schnitt B-B_1_200
Kieswerk_Schnitt B-B_1_200
Kieswerk_Ansicht_Nord_1_200
Kieswerk_Ansicht_Nord_1_200
Kieswerk_Ansicht_Süd_1_200
Kieswerk_Ansicht_Süd_1_200
Kieswerk_Isometrie_1_200
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Verwaltungszentrale_EG_1_200
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Verwaltungszentrale_1.OG_1_200
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Verwaltungszentrale_2.OG_1_200
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Verwaltungszentrale_Schnitt_A-A_1_200
Verwaltungszentrale_Schnitt_A-A_1_200
Verwaltungszentrale_Schnitt B-B_1_200
Verwaltungszentrale_Schnitt B-B_1_200
Verwaltungszentrale_Ansicht_Nord_1_200
Verwaltungszentrale_Ansicht_Nord_1_200
Verwaltungszentrale_Ansicht_Süd_1_200
Verwaltungszentrale_Ansicht_Süd_1_200
Verwaltungszentrale_Isometrie_1_200
Verwaltungszentrale_Isometrie_1_200
Verwaltungszentrale_Fassadenschnitt_1_20
Verwaltungszentrale_Fassadenschnitt_1_20
Verwaltungszentrale_Ansichtsausschnitt_1_20
Verwaltungszentrale_Ansichtsausschnitt_1_20