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Turnhallen Hermesbühl
Schulhausstrasse 5, Solothurn

Kategorie:
Sport und Freizeit
Fertigstellung:
2017
Grundstücksfläche:
7230 m²
Geschossfläche:
2300 m²
Nutzfläche:
1600 m2
Gebäudevolumen:
12'900 m³
Gebäudekosten BKP 2:
9100000 Mio. CHF

Neuinterpretation der ehemaligen Turnhalle
Der neuen Turnhallentrakt baut die bestehende Schulanlage weiter und formuliert innerhalb des denkmalgeschützten Blockrandfragments einen Abschluss. Der ruhende Baukörper belässt die bestehenden Aussenräume für den Pausenhof und die Sportplätze als separate Bereiche. Die Sportfläche orientiert sich wie bisher von den Schulzimmern weg, so dass keine Störung davon ausgeht. Der Pausenplatz behält mit dem bestehenden Platanendach seine Mitte. Die Ausrichtung der Halle nimmt Bezug auf diese und lädt den Hof zusätzlich auf. Die ursprüngliche Wegführung vom Haupteingang Bielstrasse über den Hof zur Freitreppe wird räumlich gestärkt und endet in der verlängerten Bogenordnung samt Freitreppe ein grosszügiges Gegenüber. Die gedeckte Pausenhalle und das neue Foyer bilden ein stimmiges Nebeneinander und formulieren an der Schulhausstrasse eine eigene klare Adresse. Die zwei Hallen werden „nach unten“ gestapelt und reagieren mit Ihrer moderaten Höhe auf den rückwärtigen Strassenraum, der gegenüber der alten Situation heller und offener wird. Das Weiterbauen äussert sich auch in der Wahl der Materialien sowie der Organisation der Innenräume.

Architektonische Umsetzung
Die Grammatik des bestehenden Schulhauses bietet ein reiches Repertoire von Anknüpfungspunkten. Der Hallenneubau verhält sich als neues und letztes Glied dieser Anlage.
Ambivalent: Fassadenputz, Gesimse und Fenstereinfassungen werden als Themen aufgenommen und als „Sampling“ neu interpretiert. Der Anschlusspunkt am Bestand markiert mit einer schlichten Weiterführung der Rundbogenordnung den räumlichen Bezug zwischen Pausenhalle und Foyer. Eine Abwandlung dieses Bogenthemas befindet sich im Ausdruck der U-förmigen Betontragstruktur, die sich an der Hauptfassade der Turnhalle nach aussen abbildet. Als verbindende Elemente dienen die Gesimse, welche dem Baukörper einen feinen oberen Abschluss verleihen.
Die Erdgeschosshalle kann zum Foyer hin geöffnet werden und bildet mit der bestehenden Pausenhalle ein betrieblich gut brauchbares Raumgefüge. Sie fungiert als die öffentliche der beiden und drückt dies durch die grosszügige Verglasung architektonisch aus.
Tripiti: Jede der beiden Hallen erhält einen kompakten dreigeschossigen Rücken mit zudienenden Räumen.

Publikation
Architektur-Jahrbuch 2019 der Schweizer Baudokumentation

MÜLLER-STEINAG ELEMENT AG

MÜLLER-STEINAG ELEMENT AG


Bohler 5
6221 Rickenbach LU

Architekt/Planer

Peter Moor GmbH Architekturbüro


Schwingerstrasse 5
8006 Zürich
044 350 51 61
Bauleiter

Architekturatelier Daniel Bieri


Fallernweg 2
4515 Oberdorf SO
032 623 85 05
Bauingenieur

Ingenieurbüro Heierli AG


Culmannstrasse 56
8006 Zürich
044 360 31 11
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R+B engineering ag


Bahnhofstrasse 11
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043 521 83 10
HLK-Planer, Sanitärplaner

Beag-Engineering AG


Ing'büro f. Energie- u. Haustechnik
Eichgutstrasse 2
8400 Winterthur
044 225 20 00
Landschaftsarchitekt

Landschaftsarchitektin Barbara Holzer


Schwingerstrasse 5
8006 Zürich
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Bauphysiker

Raumanzug GmbH


Friedaustrasse 17
8003 Zürich
043 500 52 00

Grundriss Erdgeschoss Turnhallen Hermesbühl von Peter Moor GmbH Architekturbüro
Grundriss Erdgeschoss
Querschnitt Turnhallen Hermesbühl von Peter Moor GmbH Architekturbüro
Querschnitt
Längsschnitt Turnhallen Hermesbühl von Peter Moor GmbH Architekturbüro
Längsschnitt
Isometrie Turnhallen Hermesbühl von Peter Moor GmbH Architekturbüro
Isometrie