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Theater Equilibre
Place Jean-Tinguely 1, Fribourg

Kategorie:
Kultur und Kult
Fertigstellung:
2011
Geschossfläche:
11'550 m²
Gebäudevolumen:
39'820 m³

Situation, städtebauliches Konzept
Drei Rahmenbedingungen sind für das Projekt entscheidend. Das zur Verfügung stehende Grundstück ist in seiner Grösse beschränkt. Das Untergeschoss ist mit Laden- und Kinonutzung belegt, was bedeutet, dass die gesamte Baumasse für das Theater oberirdisch angeordnet werden muss. Gleichzeitig soll um das Theater herum ein möglichst grosser öffentlicher Platz entstehen.

Architektonisches Konzept
Der Grundgedanke des Entwurfes ist es, im Erdgeschoss so viel Fläche wie möglich unüberbaut zu lassen, d. h. den grösstmöglichen Platz zu erreichen. Dies wird durch eine kleine Standfläche des Gebäudes und grosse Auskragungen des Gebäudekörpers im Obergeschoss erreicht. Diese aus den Rahmenbedingungen abgeleitete Gebäudeform gibt dem Neubau einen eigenständigen, zeichenhaften und nachvollziehbaren Ausdruck. Es entsteht nicht nur ein Platz und ein Theater, sondern ein Ort und ein Wahrzeichen für die Stadt Fribourg und die Region.
Die Gebäudeform ist aber nicht nur Zeichen, sondern auch ein genaues Abbild der darin enthaltenen Funktionen. (Bühnenturm, Zuschauersaal, Probebühne mit Administration). Die Stellung des Hauses mit seinen beiden Auskragungen gliedert den städtischen Raum in einen Theaterplatz und eine wettergeschützte, dem Park zugewandte Esplanade.

Organisation, Erschliessung
Das Gebäude ist, entsprechend seiner Form, dreiteilig organisiert. Im Mittelteil sind die Eingänge, die Erschliessung, das Foyer mit Café und der Bühnenturm angeordnet. Parkseitig daran angehängt ist der Zuschauersaal mit einem Pausenfoyer und Bar. Auf der Stadtseite kragt der Baukörper mit den Administrations- und Proberäumen des Theaters aus. Die Erschliessungszonen für die Zuschauer befinden sich aussen an den Längsseiten des Gebäudes. Die zentralen Lift- und Treppentürme sind stadtseitig an der Stirnseite des Bühnenturmes angeordnet.

Materialkonzept Fassade
Der Neubau ist eine massive Betonkonstruktion, aussengedämmt, was in Anbetracht der Auskragungen und des statischen Konzeptes die wirtschaftlichste Lösung darstellt. Beton mit Aussendämmung ist das logische konstruktive Konzept, das den skulpturalen Aspekt des Gebäudes unterstreicht. Es funktioniert gesamtheitlich für alle Flächen inklusive der Auskragungen. Die Stirnseiten sind mit grossen Verglasungen versehen. Das Erdgeschoss wird in der Längsachse transparent gehalten. Das Pausenfoyer öffnet sich zur Parkseite hin, die Probebühne zur Stadt.
Auf den seitlichen Fassaden sind die Öffnungen auf ein Minimum reduziert, um die plastische Gebäudeform zur Geltung zu bringen. Die Stirnfassaden und die Untersichten der Auskragungen sind mit einem sehr feinen, crème-beige-farbenen mineralischen Putz versehen. Die Längsfassaden hingegen erhalten einen mineralischen Struktur-putz in der warm-grauen Farbe der Altstadtgebäude. Dieser Kontrast unterstreicht die aussergewöhnliche Form
des Gebäudes.
Die öffentlichen Bereiche im Inneren sind mit einem zeitgemässen Farb-, Beleuchtungs- und Materialkonzept gestaltet. Das Auditorium ist in dunklen Tönen gehalten. Die Räume des Nutzers erhalten nach Möglichkeit einen rauhen Charakter. Hier sind die Installationen sichtbar, der Ausbaustandard ist optimiert.

Veranstaltungssaal/Theater
Das Gebäude entwickelt sich von innen wie von aussen linear gemäss klassischen Prinzipien des italienischen Theaters. Das symmetrische Schaukastenprinzip mit einer Hauptachse zeigt nach aussen an beiden Stirnseiten grosse Öffnungen, in denen die Aktivitäten im Theater (Foyer mit Besuchern, Probebühne) aus der Stadt und aus dem Park beobachtet werden können. Das Gebäude wird so zum Monitor seiner im Inneren ablaufenden Aktivitäten. Gleichzeitig entstehen so grosszügige Ausblicke aus dem Theater in die Stadt, in den Park und in die umgebende Landschaft. Die Längsseiten sind dagegen mehrheitlich geschlossen und betonen die prägnante Form, die durch eine skulpturale, aber einfache, ruhige und klare Volumetrie die selbstbewusste Präsenz des Theaters im heterogenen Stadtgefüge markiert.

AS Aufzüge AG

AS Aufzüge AG


Erlistrasse 3
6403 Küssnacht am Rigi
H & T Raumdesign AG

H & T Raumdesign AG


Rohrerstrasse 20
5000 Aarau
Sika Schweiz AG

Sika Schweiz AG


Tüffenwies 16
8048 Zürich

Architekt/Planer,

Dürig AG, Architekten


Feldstrasse 133
8004 Zürich
044 245 46 30

Situation Theater Equilibre von Dürig AG, Architekten
Situation
Ebene 0 Theater Equilibre von Dürig AG, Architekten
Ebene 0
Ebene 1 Theater Equilibre von Dürig AG, Architekten
Ebene 1
Ebene 3 Theater Equilibre von Dürig AG, Architekten
Ebene 3
Ebene 4 Theater Equilibre von Dürig AG, Architekten
Ebene 4
Ebene 7 Theater Equilibre von Dürig AG, Architekten
Ebene 7
Ebene 9 Theater Equilibre von Dürig AG, Architekten
Ebene 9
Ansicht Nord-Ost Theater Equilibre von Dürig AG, Architekten
Ansicht Nord-Ost
Ansicht Süd-Ost Theater Equilibre von Dürig AG, Architekten
Ansicht Süd-Ost
Ansicht Süd-West Theater Equilibre von Dürig AG, Architekten
Ansicht Süd-West
Schnitt A-A Theater Equilibre von Dürig AG, Architekten
Schnitt A-A
Schnitt D-D Theater Equilibre von Dürig AG, Architekten
Schnitt D-D
Längsschnitt Theater Equilibre von Dürig AG, Architekten
Längsschnitt
Beschrieb Theater Equilibre von Dürig AG, Architekten
Beschrieb