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Symbiose
Fuorcla Raschaglius, Flims


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Perspektive Fokus Raschaglius © Christoph SteinhäuserInnenraum Speisesaal © Christoph SteinhäuserInnenraum Hotelzimmer Richtung Tal © Christoph SteinhäuserModell Aussenraum Ansicht West © Christoph SteinhäuserPerspektive Wanderung Raschaglius © Christoph Steinhäuser
Kategorie:
Studentenentwürfe
Fertigstellung:
2018
Gebäudeanzahl:
1
Stockwerke:
11
Untergeschosse:
3
Anzahl Wohnungen:
45
Geschossfläche:
7800 m²
Nutzfläche:
4950 m2
Gebäudevolumen:
23'300 m³

Symbiose

Auf 2500 Meter Höhe bei Flims, auf dem Raschaglius Plateau, am Rand des Fil de Cassons, soll das neue Berghotel errichtet werden. Das Gebäude bildet sich als artifizielle Scheibe aus, welches bewusst nicht gegen die Urgewalt der Natur konkurrieren kann und will. Es erscheint durch seine Form, Farbgebung und komplexen und konstruktiven Lösung, als klar erkennbar menschlich erbautes Konstrukt.

Von aussen erscheint das Gebäude, wie ein Gerippe, ein Überbleibsel einer fremden Zivilisation, aus Fertigbetonteile, welche schwarz gefärbt sind.
Im Inneren dient eine Holzkonstruktion zur Aussteifung, zum Ausbau der Decken, Böden und Räumen. Der Besucher erkennt diese Struktur von weiten nicht, erst beim Herantreten, verraten die unterschiedlichen Rhythmen, mit gleichen Anfang und Ende, der Stützen aus Beton und Holz, die Symbiose der Konstruktion. Eins kann ohne den Anderen nicht existieren … Ohne den schweren Beton, können die Kräfte nicht abgeleitet werden und ohne die Holzkonstruktion würde das Gerippe in sich hineinstürzen, da keine Aussteifung in der horizontalen oder vertikalen geleistet ist, eine Symbiose der Materialien entsteht. Durch die Setzung von Regeln und Prinzipen im Gebäude, wurde eine in sich stringente Komposition geschaffen, die dies in den Grundrissen, Schnitten und Ansichten widerspiegelt. Trotz dieser Wichtigkeit, dieser Grundprinzipien, wurden sie in besonderen Situationen gebrochen, um auf die Regeln, wieder zurück zuweisen. Ein absichtliches Verwirrspiel.

Die Farbe Schwarz wird im Inneren konsequent weiter geführt, dies führt dahin, dass die Natur als einzige Farbgebung/ -wahrnehmung existiert und das Innere, durch Licht und seine hereindringende Farben definiert. Zusätzlich hierzu werden, die Stürze, der Fenster, bis auf eine Lichte von 1,6 m «herunter gezogen» und erzeugen in den Räumen, ein Negativ, des üblichen Ausblickes, eine Art Zensur des Möglichen entsteht. Der Blick, des Besuchers, wird gelenkt in Richtung Tal, eine veränderte Perspektive. Erst wenn man sich niederlässt hat man den Blick, panoramaartigen, ins Freie. Eine Inszenierung, eine Rahmung der Aussicht wird erzeugt. Die Aussenwelt dringt intensiv, unübersehbar in das Gebäudeinnere über die zielgesetzte Öffnung des artifiziellen Geschaffenen ein und bildet eine Symbiose zwischen Innen und Aussen. Der Besucher wird schliesslich Betrachter.

Student

Christoph Steinhäuser


Universität / Fachhochschule

Bauhaus-Universität Weimar


Entwerfen und komplexe Gebäudelehre
Geschwister-Scholl-Straße 8
99421 Weimar

Lageplan  1:1000 Symbiose von
Lageplan 1:1000
3. Untergeschoss  Symbiose von
3. Untergeschoss
1.-4. Obergeschoss  Symbiose von
1.-4. Obergeschoss
5.-7. Obergeschoss  Symbiose von
5.-7. Obergeschoss
Ansicht Nord-Ost | Querschnitt   1:200 Symbiose von
Ansicht Nord-Ost | Querschnitt 1:200
Ansicht Süd-West | Längsschnitt   1:200 Symbiose von
Ansicht Süd-West | Längsschnitt 1:200
Konstruktionsschnitt   1:50 Symbiose von
Konstruktionsschnitt 1:50