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Sporthallen Weissenstein
Könizstrasse 111, Bern

Kategorie:
Sport und Freizeit
Fertigstellung:
2014
Gebäudeanzahl:
1
Stockwerke:
6
Untergeschosse:
2
Parkplätze:
141
Grundstücksfläche:
18'632 m²
Geschossfläche:
73'385 m²
Nutzfläche:
54335 m2
Gebäudevolumen:
50'000 m³
Gebäudekosten BKP 2:
24 Mio. CHF

Sporthallen Weissenstein

Städtebau
Die neuen Sporthallen werden in den Rhythmus der bereits bestehenden Aussenspielfelder eingereiht. Mit ihrer Ausrichtung orientieren sie sich an deren Geometrie und geben dem Streifen Sport, Freizeit und Erholung somit einen starken Zusammenhalt im städtischen Raum. Die Trainingshalle steht verdreht auf dem Dach der Wettkampfhalle. Die dadurch entstehende kreuzförmige Figur markiert den prägnanten Terrainversatz zwischen Könizstrasse und dem Niveau der Aussensportfelder. Der Zugang zur Wettkampfhalle erfolgt vom Vorplatz an der Könizstrasse. Das grosse Dach der Halle schliesst niveaugleich an die Aussenanlagen an, während die wesentlich kleinere Trainingshalle darauf als eigenständiger Baukörper wirkt. Diese Aufteilung der Volumen erleichtert entscheidend die masstäbliche und städtebauliche Integration des nicht unbeträchtlichen Gesamtvolumens in die nähere Umgebung. Die kompakte Kubatur hält grosse Bereiche der Parzelle unbebaut, die so für Frei-, Grün-. Zirkulations- und Parkflächen
genutzt werden können.

Baukörper
Die beiden Sporthallen werden zueinander rechtwinklig verdreht und übereinander angeordnet. Unter der horizontalen Dachfläche wird die Wettkampfarena in den Verlauf der Topografie eingebettet. Die Längstribünen auf der Hangseite werden weit unter das Dach gezogen und durch ein Oberlichtband belichtet, während die anderen drei Seiten des Umgangs auf einer Ebene liegen und zum Vorplatz hin offen sind. Die Tribünen verlaufen von hier aus in einer leichten Kurve bis hinunter auf das abgesenkte Spielfeld. Damit wird der Schnittverlauf vom Geländeniveau der Aussensportanlagen über die Tribünen zur Senke des Hallenbodens und wieder hinauf auf die Ebene des Vorplatzes mit einer innerräumlichen Figur inszeniert. Die städtebauliche Setzung findet so ihre Entsprechung in dem prägnanten Innenraum der Wettkampfhalle.
Die Trainingshalle löst sich im Schnitt von der Hangseite, gibt den Oberlichstreifen frei und ‚schwebt‘ über der unteren Halle. Der Überstand zum Vorplatz dient als Vordach und markiert den grosszügigen Zuschauereingang.

Statisches Konzept
Die beiden Längswände der oberen Trainingshalle werden als vorgespannte wandartige Träger ausgebildet und dienen als grosse Überzüge für das ‚schwebende‘ Dach der darunter liegenden Wettkampfhalle. Diese liegen auf vier massiven Hauptstützen auf. Die Hauptträger der Wettkampfhalle spannen mit einer statischen Höhe von 2.10 m optisch über eine enorme Spannweite von 67 Metern. Die vorgespannten Träger der unteren Wettkampfhalle werden quer dazu als Durchlaufträger an die darüberliegenden Scheiben angehängt.
Die Träger der Trainingshalle sind ebenfalls vorgespannt und in den oberen Tragscheiben gelagert. Die horizontale Aussteifung erfolgt über die Decke der Wettkampfhalle mit ballastierter Verankerung im rückwärtigen Terrain. Die in dieser Deckenplatte liegenden Spannkabel leiten zudem die Horizontalkomponente der schrägen Hauptstützen ab. Um Schwingungsdifferenzen aufgrund unterschiedlicher Massenschwerpunkte im Erdbebenfall kompensieren zu können, sind die vorderen zwei Hauptstützen horizontal beweglich auf einer Lagerplatte auf dem Boden EG abgestellt. Die Hauptlasten werden über die Grossbohrpfähle in den Untergrund abgeleitet.
Durch die beiden grossen Überzüge lässt sich die Spannweite der unteren Hallendecke entscheidend minimieren, was einen sehr effizienten Aufbau hinsichtlich Konstruktionshöhe und damit Gebäudevolumen ermöglicht. Das Tragwerk der getrennten Hallen schafft weitgespannte, stützenfreie Räume, die eine ungestörte Sicht auf Sportveranstaltungen und Wettkämpfe ermöglichen.

Materialisierung
Die Erscheinung und Materialisierung des Gebäudes ist im Wesentlichen durch seine Struktur bestimmt. Die inneren Oberflächen sind weitestgehend im Rohzustand belassen. Eine Rohheit, die durch das statische Konzept des Gebäudes praktisch aufgedrängt wird. Tragstruktur und Hülle sind in Beton ausgeführt. Um die statischen Elemente hervorzuheben, wurden Träger und Stützen mit einer Lasur aus Graphit gestrichen. Dies unterstreicht zusätzlich die skulptural ausgebildeten Trägerköpfe, welche durch eine Vertiefung die Abdeckung der Spannkabel in den Trägern abzeichnen.


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