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Sonnenarena Langnau
Langnau im Emmental

Kategorie:
Wohnen (ab 3 Wohneinheiten)
Fertigstellung:
2017
Anzahl Wohnungen:
93
Geschossfläche:
13'760 m²

Das Schweizer Dorf Langnau im malerischen Emmental steht für viele Sonnenstunden und kennt kaum Nebel. Dabei galt das bewaldete und von tiefen Gräben geprägte Gelände zwischen Bern und Luzern lange Zeit als unzugänglich. Wurde folglich erst recht spät besiedelt. Und vielleicht gerade deshalb zeichnet ein beschauliches, aber eben auch zugleich weltoffenes Miteinander den Dorfcharakter. Bodenständigkeit, Gemütlichkeit, das Heimelige, das Verlässliche sind dabei genauso wichtig wie Kontinuität, Entwicklung, Offenheit für Neues.

Die neue Wohnüberbauung spürt diesem dualen Lebensgefühl von Orts- und Naturverbundenheit, von Freiheit und Weite nach und widmet sich der Frage: Wie lässt sich das Wesen der einzelnen Gehöfte und Weiler, die wie selbstverständlich in der schönen Emmentaler Hügellandschaft eingebettet sind, in eine verdichtete zeitgenössische Wohnüberbauung mit Einflussfaktoren wie Mobilität, Wohnkomfort, aber auch vielseitig nutzbarer Außenraum transponieren.

Die neue Wohnsiedlung mit dem Namen „Sonnenarena“ bildet den östlichen Siedlungsrand und Übergang in die typische und unüberbaubare Emmentaler Kulturlandschaft. Die Parzelle, die zum Gebiet „Moserli“ gehört, liegt zwar an einem Südhang, gehört aber dennoch zum regionalen Zentrum Langnaus. Ortstypische Qualitäten und Merkmale aufnehmen, die zugleich mit zeitgemäßen Anforderungen korrelieren – diese angestrebte Prämisse bedingte eine sensitive städtebauliche Auseinandersetzung mit verschiedenen Außenraumtypologien (Kulturland, Platz, Geländerkante etc.) und zugleich eine ausgelotete Einpassung in das herausfordernde Hanggelände.

Die Sonnenarena lehnt sich in ihrer punktartigen Anordnung an die bauliche Grundstruktur der in der Emmentaler Landschaft vorhandenen Weiler an. Deren typische Struktur besteht aus drei, vier Bauernhöfe, die sich um Brunnen, Sitzbank, Bäume gruppieren. Analog dazu verbindet ein zentraler, möglichst verkehrsfreier Platzraum die insgesamt neun Siedlungskörper der Sonnenarena. Dieser Platzraum dient als sozialer Treffpunkt, für Begegnung, Austausch, Spiel und zum Feiern. Um ihn gruppieren sich die Mehrfamilienhäuser „arena-artig“, in dem sie in ihrer Setzung jeweils der Topographie folgen und so zugleich eine bauliche Verdichtung erreichen, die einer Zentrumsverdichtung entspricht. Dieser so entstehende Mix aus Verdichtung und Freiräumen schafft eine Anlage, die in ihrer Geometrie eine Fülle an Durchblicken, Weitblicken, Blickkorridoren in die umliegende Landschaft wie ins Zentrum der Überbauung generiert – und zwar von jedem Siedlungskörper, von jeder Wohnung aus. Umgekehrt erschließt
der zentrale Platzraum jedes einzelne Gebäude, woraus insgesamt eine kompakte, städtebaulich differenzierte in den Hang eingebettete Siedlung entsteht.

Die Wohnungen verfügen über ein Typenspektrum vom Zwei- bis zum Vierspänner. Ihre Grundrisse organisieren jeweils verschiedene Zonen. Eine Rückhaltezone mit Schlaf- und Badezimmern, die sich nach Ost, West oder zum ruhigen Nordlicht ausrichtet und eine offene Zone mit Wohn-, Ess- und Kochbereich, die sich zur Sonnen- und Ausblicksseite orientiert und direkt an den Wohnungsaußenraum, Garten oder Balkon, anschließt. Von dort bieten sich Durchblicke auf die sanfte Emmentaler Hügellandschaft. Raumhohe, großflächige Fensterfronten mit Hebeschiebetüren bilden einen schwellenlosen Übergang vom Innen- zum Außenraum. Die offenen Übergänge zwischen den unterschiedlichen, lichtdurchfluteten Bereichen schaffen ein charakteristisches Raumgefühl.
Auch die großzügigen Loggien ermöglichen eine einmalige Weitsicht in die Umgebung. Die Balkon- und Loggiaebene zeichnet sich an der Außenhülle zwar ab, das eingesetzte Gurtsimselement bindet sie aber mit dem Baukörper zusammen und gliedert die Fassade horizontal – eine weitere Anlehnung an die Bauernhöfe der Umgebung, ihre horizontalen Balkone und Verdachungselemente. Auch die Holzschiebeelemente an den Fenstern erinnern an die typische Szene, wenn auf dem Bauernhof frühmorgens die Fensterläden geöffnet werden. Die Sonnenschutz-Elemente lassen sich von Hand verschieben und verleihen den Fassaden und der gesamten Siedlung jedes Mal ein etwas anderes Gesicht.

Schiebeladen

Schiebeladen


Alurex Kindt hat Schiebeläden aus Holz oder Aluminium im Sortiment. Schiebeläden werden zusätzlich zum Sonnen- und Wetterschutz auch als Gestaltungselemente eingesetzt und verleihen einem Gebäude eine besondere Optik. Für die Oberflächen können verschiedene Materialien, wie beispielsweise Lochblech, Streckmetall oder Stoff gewählt werden. Alurex Kindt fertigt individuelle Kündenwünsche an.


Alurex Kindt AG

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Südstrasse 16
3250 Lyss
Regent Beleuchtungskörper AG

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Dornacherstrasse 390
4053 Basel

Architekt/Planer

Marazzi + Paul Architekten AG


Drahtzugstrasse 18
8008 Zürich
043 818 21 40

Lageplan Sonnenarena Langnau von Marazzi + Paul Architekten AG
Lageplan
Typ A Erdgeschoss Sonnenarena Langnau von Marazzi + Paul Architekten AG
Typ A Erdgeschoss
Typ A Obergeschoss Sonnenarena Langnau von Marazzi + Paul Architekten AG
Typ A Obergeschoss
Typ A Attikageschoss Sonnenarena Langnau von Marazzi + Paul Architekten AG
Typ A Attikageschoss
Typ B Erdgeschoss Sonnenarena Langnau von Marazzi + Paul Architekten AG
Typ B Erdgeschoss
Typ B Obergeschoss Sonnenarena Langnau von Marazzi + Paul Architekten AG
Typ B Obergeschoss
Typ B Attikageschoss Sonnenarena Langnau von Marazzi + Paul Architekten AG
Typ B Attikageschoss
Poster Sonnenarena Langnau von Marazzi + Paul Architekten AG
Poster
Détail Sonnenarena Langnau von Marazzi + Paul Architekten AG
Détail