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Schulhaus Grendel Ennetbaden
Grendelstrasse 9, Ennetbaden

Kategorie:
Unterricht, Bildung und Forschung
Fertigstellung:
2011
Geschossfläche:
1066 m²
Gebäudevolumen:
6704 m³
Gebäudekosten BKP 2:
7.7 Mio. CHF

Der Standort ist Teil der bestehenden Schulanlage Ennetbaden, die zwei Schulhäuser, ein Turn- und Mehrzweckgebäude und im Zentrum der Anlage das Gemeindehaus umfasst. Für die gewünschte Nutzung war die Parzelle eher knapp bemessen, im Süden und Westen von der stark abfallenden Grendelstrasse begrenzt, im Osten musste die Zufahrt für das Gemeindehaus weiterhin gewährleistet sein und schliesslich führt im Norden der Tunnel der Kern- und Bäderumfahrung Ennetbaden, eröffnet 2006, unter dem Schulareal und dem Grundstück hindurch.
Das nach allen Seiten offene Schulhaus ist auf die markante städtebauliche Öffnung mit Sicht hangabwärts ausgerichtet. Es bildet eine neue, gefestigte Eingangssituation zum Schul- und Gemeindehausareal und vervollständigt die mäandrierende bauliche Figur der öffentlichen Bauten. Auf zweifache Art verknüpft sich das Schulhaus mit der ungewohnt komplexen, künstlichen Umgebung: einerseits nimmt es das Thema der vorhandenen Sichtbetonmauern auf und führt diese wie Gürtel um sich herum; andererseits macht es sich die gegebenen, gebauten Landschaftsterrassen als „private“ Schulaussenräume zu Eigen.

Das Nutzungsdispositiv ist überschaubar und schnell zu erfassen. Je zwei Lernbereiche verteilen sich auf drei Geschosse und stehen niveaugleich in direktem Bezug zu ihren jeweiligen Aussenräumen. Auf den beiden unteren Ebenen verfügen die jeweils zwei Lernbereiche je über einen «privaten», geschützten und umschlossenen Aussenraum. Die paarweise zusammengefassten Lernbereiche mit ihren Gruppenräumen sind als nutzungsneutrale, unterteilbare Hallenräume konzipiert. Selbst die gemeinsame, von der Vertikalerschliessung getrennte Garderobenhalle soll als Erweiterung für den Unterricht genutzt werden können. Es entstehen zusammen mit den Aussenräumen einzigartige, generöse Lernlandschaften.

Im Hinblick auf eine langfristige Variabilität und Anpassungsfähigkeit der Nutzungen ist die Trennung der Systeme in das bauliche und statische Konzept eingeflossen. Um die kurz- und mittelfristige Nutzungsflexibilität des Schulhauses hoch zu halten ist die Primarstufe flächenmässig gleich behandelt wie die Kindergartenstufe.


Hodel Trennwände AG

Hodel Trennwände AG


Hochstrasse 1
6213 Knutwil

Architekt/Planer

Stoos Architekten AG


Baslerstrasse 40
5200 Brugg
056 442 19 64
Bauleiter

Thomas Melliger


Hochbauzeichner
Universitätsstrasse 102
8006 Zürich
044 364 45 33
Bauingenieur

MWV Bauingenieure AG


Bruggerstrasse 37
5400 Baden
056 200 88 66
Elektroplaner

Scherler AG


Beratende Ingenieure
Dynamostrasse 2
5400 Baden
056 200 50 10
Bauphysiker

Zimmermann + Leuthe GmBH


Bauphysiker SIA
Birkengasse 2
4583 Aetigkofen
032 661 00 32

Bericht Ruprecht Schulhaus Grendel Ennetbaden von Stoos Architekten AG
Bericht Ruprecht
Situationsplan Schulhaus Grendel Ennetbaden von Stoos Architekten AG
Situationsplan
Grundriss Niveau 01 Schulhaus Grendel Ennetbaden von Stoos Architekten AG
Grundriss Niveau 01
Grundriss Niveau 02 Schulhaus Grendel Ennetbaden von Stoos Architekten AG
Grundriss Niveau 02
Grundriss Niveau 03 Schulhaus Grendel Ennetbaden von Stoos Architekten AG
Grundriss Niveau 03
Querschnitt Schulhaus Grendel Ennetbaden von Stoos Architekten AG
Querschnitt