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SBB Betriebszentrale Mitte
Olten

Kategorie:
Fertigstellung:
2014
Geschossfläche:
15'800 m²
Gebäudevolumen:
75'800 m³
Gebäudekosten BKP 2:
60 Mio. CHF

ASSA ABLOY (Schweiz) AG
ASSA ABLOY (Schweiz) AG
Untere Schwandenstrasse 22
8805 Richterswil
Tel. 044 787 34 34
Fax. 044 787 35 35
marketing.chriw@assaabloy.com
www.assaabloy.ch
Lenzlinger Söhne AG Doppelböden
Lenzlinger Söhne AG Doppelböden
Seestrasse 64
8610 Uster
Tel. 058 944 53 53
Fax. 058 944 53 20
edb@lenzlinger.ch
www.lenzlinger.ch


Architekt/Planer

Itten+Brechbühl AG
Güterstrasse 133
4053 Basel
061 556 07 00

Die SBB konzentrieren die bisher über 100 Verkehrssteuerungsstandorte in den kommenden Jahren auf vier Betriebszentralen, eine davon im Gelände des historisch wichtigen Bahnhofs Olten. Dieser bezeichnet den Kilometer 0 des SBB-Netzes. Olten ist bis heute ein zentraler Bahnknoten geblieben. Das neue Gebäude ist ein erster Baustein für die Umgestaltung des Areals der Industriewerke Olten.

Von der Betriebszentrale Mitte aus wird ab 2016 der gesamte Bahnverkehr des Mittellandes, der Nordwest- und der Zentralschweiz gesteuert. Auch die bedeutenden Zufahrten der NEAT-Achsen Gotthard und Lötschberg gehören zu diesem Netz. Neu ist die Zusammenführung bisher örtlich getrennter Arbeitsabläufe: In der Betriebszentrale arbeiten Disponenten und Zugverkehrsleiter in Regionen-Teams zusammen, welche sowohl disponieren, Weichen und Signale stellen, als auch die Reisenden in den Bahnhöfen informieren. Das erleichtert Zusammenarbeit, Kommunikation und Koordination, speziell im Störungsfall.

Das Gebäude ist ein Prototyp und wird in intensivem Austausch mit der Auftraggeberin entwickelt. Dabei leitet sich die Gebäudestruktur im Wesentlichen von der speziellen Funktion und den geforderten Raumflächen und -nutzungen ab. Zentral ist der Kommandoraum, der auf die umfangreiche und komplexe Betriebs- und Haustechnik aufgedockt ist. Daran schliessen weitere Verwaltungs- und Personalräume an. Zwei Erschliessungstrakte bilden den Kern der Tragstruktur. Bei aller Komplexität sind Erschliessung und Nutzung aller Flächen möglichst flexibel geplant, damit spätere betriebliche Anpassungen möglich sind.

Die architektonische Ausformung betont die unterschiedlichen Funktionen des Gebäudes. Der viergeschossige Sockel bezieht sich auf bestehende Strukturen. Er ist markant vertikal gegliedert. Das Obergeschoss, mit dem Kommandoraum, hebt sich durch seine vierseitige Transparenz deutlich davon ab.