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Nordic House, Biathlon Arena Lenzerheide
Voia da Bual 1, Lantsch / Lenz

Pablo Horváth Architekt SIA/SWB


Aussenansicht, Dämmerung © Ralph Feiner, MalansTeilüberdachte Aussichtsplattform © Ralph Feiner, MalansAussentreppe © Ralph Feiner, MalansAussenansicht © Ralph Feiner, MalansAussenansicht © Ralph Feiner, MalansAussenansicht, Rückseite © Ralph Feiner, MalansTrainingsraum © Ralph Feiner, Malans
Kategorie:
Sport und Freizeit
Fertigstellung:
2016
Grundstücksfläche:
2461 m²
Geschossfläche:
2498 m²
Nutzfläche:
1196 m2
Gebäudevolumen:
8965 m³

EIN MULTIFUNKTIONALES BETRIEBSGEBÄUDE FÜR DIE BIATHLONARENA IN LANTSCH/LENZ
Mit der Einweihung des Nordic House erhält die Biathlon-Arena Lenzerheide zwei Jahre nach Eröffnung ihren letzten Mosaikstein. Dank dem neuen Betriebsgebäude können in Lenz Anlässe der Internationalen Biathlon-Union (IBU) ausgetragen werden, gleichzeitig erhalten Sportler und Sportbegeisterte einen Treffpunkt, Verpflegungsort und eine Unterkunft.

SITUATION UND VOLUMETRIE
Entlang der Kantonsstrasse zwischen Lenzerheide und Lenz blitzt zwischen den Bäumen immer wieder ein Streifen der Biathlonstrecke auf. Direkt beim Schiessstand und am Rande einer Waldlichtung liegt das Nordic House, das neue Zentrum der Biathlon-Arena. Der Strasse abgewandt und nach Südwesten hin orientiert, vermittelt es zwischen Sportanlage und Publikum.
Als Sinnbild für die nationale Adresse des Biathlonsports kommt dem Nordic House zeichenhafte Bedeutung zu. Das langgezogene, imposante Volumen ist in Kopf- und Längsteil gegliedert und damit zugleich dem Besucher und der Anlage zugewandt. Der kronenartige Dachabschluss akzentuiert den Kopfbau und bietet dem Besucher Aussicht auf das Biathlon-Gelände. Die Längsfassade mit den Bandfenstern ist nach Süden, zu Betrieb und Publikum hin ausgerichtet. Von der rückwärtigen Nordseite aus eröffnet sich der Blick in den nahen, malerischen Fichtenwald.

GEBÄUDESTRUKTUR UND ERSCHLIESSUNG
Die Gliederung in Kopf- und Seitentrakt und die unterschiedlichen Längsfassaden finden ihre typologische Entsprechung im Grundriss. Während im plastisch hervortretenden Kopfbau die grossen öffentlichen Räume wie Bistro, Seminarraum und Athletikraum untergebracht sind, befinden sich im kleinteilig strukturierten Längsteil die Schlafzimmer, Nasszellen, Garderoben und Büros.
Die vertikale Erschliessung erfolgt durch den aussteifenden Betonkern im Kopfbau und die markante externe Kaskadentreppe. Dadurch können die Betreiber des Nordic House auf den vier Geschossen gleichzeitig unterschiedliche Veranstaltungen abhalten, die Wege von Zuschauern, Sportlern und Medienvertretern werden optimal entflechtet und eine sehr hohe Nutzungsflexibilität wird erreicht.

MULTIFUNKTIONALE NUTZUNG
Das Nordic-House ist als multifunktionales Trainings-, Lager- und Wettkampfgebäude für Biathleten und andere Sportler konzipiert. Diese breite Auslegung erfordert von den einzelnen Räumen eine hohe Flexibilität und die Möglichkeit zur einfachen Umnutzung.
Im Haupttrakt stehen auf drei Geschossen ein 120 m2 und zwei 80 m2 grosse, multifunktionale Räume zur Verfügung: Das Bistro im EG wird bei Bedarf zum Familyclub, der Seminarraum im 1. OG zur Erweiterung des Restaurants und der Athletikraum im 2. OG zum Timingroom. Die Schlafräume können dank Klappbetten mit wenigen Handgriffen in IBU-konforme Medien- und Funktionärsräumlichkeiten umgewandelt werden.
Verschiedene Aussenräume ergänzen das Angebot: im EG ein ebenerdiger, überdachter Aussensitzplatz, im 1. OG eine grosse, offene Terrasse mit Sicht zum Biathlon-Zielgelände und im 3. OG eine teilüberdachte Aussichtsplattform mit Blick auf die Biathlonanlage und mit eindrücklicher Fernsicht in die umliegenden Berge.

ARCHITEKTONISCHER AUSDRUCK UND MATERIALISIERUNG
Durch die Länge des Volumens, die Bandfenster, die dramaturgisch inszenierte Kaskadentreppe sowie die horizontale Gliederung mittels umlaufendem, weissem Gesimse aus Metall wird eine Dynamik des Baukörpers erzielt, die in Analogie zum Sport gelesen werden kann. Die dunklen Füllungen aus druckimprägniertem Fichtenholz verleihen der Fassade im Winter einen angenehmen Kontrast zum weissen Schnee.
Konstruktiv stülpt sich ein Holzbau aus vorgefertigten Elementen über das in Massivbauweise erstellte Untergeschoss. Die Materialisierung in Holz findet auch im Innenraum ihre Anwendung. So sind die grossen, offenen Versammlungsräume teilweise und die Schlafzimmer ganz in Holz ausgekleidet und bieten den Nutzern des Nordic House ein gemütliches Ambiente.


Publikation
Architektur-Jahrbuch 2018 der Schweizer Baudokumentation

Türenfabrik Brunegg AG im Architektur-Jahrbuch 2018

Türenfabrik Brunegg AG im Architektur-Jahrbuch 2018


Produktinformationen der Türenfabrik Brunegg AG zum Projekt Nordic House, Biathlon Arena Lenzerheide, Lenz (GR)


Türenfabrik Brunegg AG

Türenfabrik Brunegg AG


Kirchstrasse 3
5505 Brunegg

Architekt/Planer

Pablo Horváth


Architekt SIA/SWB
Süsswinkelgasse 10
7000 Chur
081 253 38 31
Totalunternehmer

Uffer AG


Veia Padnal 1
7460 Savognin
081 660 30 00

Situationsplan Nordic House, Biathlon Arena Lenzerheide von Architekt SIA/SWB<br/>
Situationsplan
EG Nordic House, Biathlon Arena Lenzerheide von Architekt SIA/SWB<br/>
EG
1. OG Nordic House, Biathlon Arena Lenzerheide von Architekt SIA/SWB<br/>
1. OG
2. OG Nordic House, Biathlon Arena Lenzerheide von Architekt SIA/SWB<br/>
2. OG
3. OG Nordic House, Biathlon Arena Lenzerheide von Architekt SIA/SWB<br/>
3. OG
Längsschnitt Nordic House, Biathlon Arena Lenzerheide von Architekt SIA/SWB<br/>
Längsschnitt