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Netzstützpunkt und Unterwerk Oerlikon
Eduard-Imhofstrasse 3-5, Zürich

Kategorie:
Industrie und Handel
Fertigstellung:
2016
Gebäudeanzahl:
2
Stockwerke:
5
Untergeschosse:
3
Parkplätze:
19
Grundstücksfläche:
8495 m²
Geschossfläche:
4568 m²
Nutzfläche:
3620 m2
Gebäudevolumen:
24'103 m³
Gebäudekosten BKP 2:
25.1 Mio. CHF

Bach Heiden AG
Bach Heiden AG
Hinterergeten 1078
9427 Wolfhalden
Tel. 071 898 82 30
Fax. 071 898 82 31
info@bach-heiden.ch
www.bach-heiden.ch
Griesser AG
Griesser AG
Tänikonerstrasse 3
8355 Aadorf
Tel. 0848 888 111
Fax. 0848 888 112
info@griesser.ch
www.griesser.ch
Lenzlinger Söhne AG Metallbau
Lenzlinger Söhne AG Metallbau
Grossrietstrasse 7
8606 Nänikon
Tel. 058 944 58 58
Fax. 058 944 54 70
mb@lenzlinger.ch
www.lenzlinger.ch
PSS Interservice AG
PSS Interservice AG
Poststrasse 1
8954 Geroldswil
Tel. 044 749 24 24
Fax. 044 749 24 25
info@pss-interservice.ch
www.pss-interservice.ch


Architekt/Planer

illiz architektur GmbH
Englischviertelstrasse 25
8032 Zürich
044 542 37 12
Diverses

ABB Schweiz AG
Bruggerstrasse 72
5400 Baden
058 585 77 44
Spezialist

BE Netz AG
Industriestrasse 4
6030 Ebikon
041 319 00 00
Bauunternehmer

Marti AG Bauunternehmung
Thurgauerstrasse 68
8050 Zürich
044 308 57 37
HLK-Planer, Bauingenieur, Bauleiter, Bauphysiker, Generalplaner

Pöyry Schweiz AG
Herostrasse 12
8048 Zürich
044 355 55 55
Spezialist

Dr. Heinrich Jäckli AG
Albulastrasse 55
8048 Zürich
044 344 55 66
Spezialist

A. Tschümperlin AG
Oberneuhofstrasse 5
6341 Baar
041 769 59 59
Diverses

Elkuch Eisenring AG
Unterdorfstrasse 26
9243 Jonschwil
071 929 75 75
Dachdecker, Spengler

Eurodach AG
Fabrikstrasse 14
4614 Hägendorf
062 209 20 00
Gipser

Agosti AG
Die Malermeister
Wehntalerstrasse 639
8046 Zürich
044 377 61 61
Diverses

Isolag AG für integrierte Deckensysteme
Seestrasse 355
8038 Zürich
043 399 80 00
Diverses

LIFT AG
Querstrasse 37
8105 Regensdorf
044 871 91 91
Bauherr, Elektroplaner

ewz Verteilnetze
Tramstrasse 35
8050 Zürich
+41 58 319 47 00
Diverses

4B Fenster AG
Zürichstrasse 81
8134 Adliswil
044 712 66 66
Fassadenbauer

Ammann & Thürlemann AG
Herbergstrasse 29a
9524 Zuzwil SG
071 945 75 75
Spezialist

Typejockeys OG
Henriettenplatz 8/6
1150 Wien
+43 1 890 11 71
Metallbauer

Benz Bau GmbH
Kriessernstrasse 16
9462 Montlingen
071 761 40 60
Spezialist

Griesser AG
Geissbüelstrasse 15
8604 Volketswil
HLK-Installateur

Preisig AG
Siewerdtstrasse 9
8050 Zürich
044 315 41 41
Diverses

Walo Bertschinger AG
Postfach 1155
8021 Zürich
056 436 80 10
Diverses

Leins AG
Birmensdorferstrasse 541
8055 Zürich
044 463 50 62
Metallbauer

Stoop Metallbau
Huebwisstrasse 11
8117 Fällanden
044 826 00 44
Metallbauer

Frei und Partner Metallbau AG
Erspachstrasse 3
8932 Mettmenstetten
044 768 33 22
Diverses

Bator Industrietore AG
Hofmattstrasse 14
3360 Hofmattstrasse 14
+41 (0)62 956 12 12
Spezialist

Roger Frei
Sonnhaldenstrasse 14
8032 Zürich

Neubau Unterwerk und Netzstützpunkt Oerlikon
Einblicke in die spannungsgeladene Zürcher Unterwelt

ewz macht Energie erlebbar
Ein steigender Verbrauch, aber auch dezentrale Einspeisungen und in der Folge zunehmende Verbrauchsschwankungen – das sind einige der aktuellen Herausforderungen an die Verteilung von elektrischer Energie. Die Betreiber sind gefordert, sich diesen veränderten Bedingungen zu stellen und investieren in den Ausbau und die Leistungsfähigkeit ihrer elektrischen Verteilnetze. Selbstbewusst, und mit dem Wunsch die smarte Stromtechnologie für die Öffentlichkeit erlebbar zu machen, setzen die Elektrizitätswerke Zürich (ewz) bei dem Neubau des ewz Unterwerkes in Zürich Oerlikon auf ein unkonventionelles Konzept: Der Bauherr möchte die kostbare Investition nicht unter der Erde verstecken, sondern der Öffentlichkeit – trotz aller nötigen Sicherheitsmassnahmen – zugänglich machen.

Unterirdisch und mittendrin
Ein Umspannwerk dient der Einspeisung bzw. der Transformation von elektrischer Energie verschiedener Spannungsebenen. Die bestehende Freiluftschaltanlage an der Binzmühlestrasse konnte den Anforderungen des 21. Jahrhunderts nicht mehr gerecht werden. 1949 zwischen Fabrik- und Maschinenhallen errichtet, befindet sich das Areal heute inmitten eines der größten innerstädtischen Stadtumbaugebiete der Schweiz. So wird das neue Unterwerk inklusive Transformatoren, Schaltanlagen und der dazugehörigen Infrastruktur kompakt und flächensparend unter die Erde verlegt. Mit drei Untergeschossen reicht das Gebäude an seiner tiefsten Stelle 13 Meter unter den Grundwasserspiegel. Um Standortsynergien zu nutzen, wird das Unterwerk um einen zweigeschossigen Netzstützpunkt ergänzt. Dieser dient als Werkhof für Montagearbeiten am Netz des ewz.

Guck´mal! – Einblicke in die elektrische Unterwelt
Das Büro illiz architektur aus Zürich und Wien entwickelte in der Wettbewerbsphase für die Bauaufgabe die Idee des «Guckkastens» – ein Gebäude, das ähnlich den gleichnamigen Vorbildern des 18. Jahrhunderts ein Gehäuse für fremde und unbekannte Welten bildet, die der Besucher im Inneren erspähen kann. Der 12 Meter hohe unterirdische Schaltanlagenraum erhebt sich als erleuchteter Kasten um einige Meter über die Oberfläche, so dass Passanten in der Tiefe seines Inneren und im «Bauch» des Gebäudes dessen Herzstück, die 150 kV Hochspannungsschaltanlage, erblicken können.

Architektur vereint mit Technik und Kunst
Ein Kunst und Bau-Projekt des Schweizer Künstlers Yves Netzhammer inszeniert diesen Raum. Er verkleidete die begrenzenden Wände des Guckkastens mit einer multimedialen Spiegelinstallation («Der gefangene Floh»), in der Betrachter und elektrotechnische Anlagen in einer scheinbar ins unendliche gespiegelten Szene verschmelzen.
Zwischen Haupteingang und Guckkasten spannt sich ein unterirdischer Ausstellungsweg entlang von Transformatoren und Rohrblöcken auf. Einmal hinab getaucht, wandern die Besucher entlang des diffus grün leuchtenden, 8 Meter hohen Transformatorganges, dessen massive perforierten Betonwände Einblicke in Trafozellen und Schalträume schaffen – immer begleitet von einem dezenten Summen. Diese «Gucklöcher» zur Technikwelt streuen sich über die Wandoberflächen wie ein Schwarm, der den Besucher auf seinem Weg durch das Unterwerk begleitet. Vom lichtdurchfluteten Haupteingang hinunter, durch das Treppenhaus und über die Trafoempore hinweg eröffnen sich immer neue Blickwinkel in die verschiedenen Räume der elektrotechnischen Anlagen. Die Zugänge zu diesen Räumen verlangten zu Sicherheitszwecken nach einer eindeutigen und durch ewz vorgegebenen Farbgestaltung. Als Hintergrund für die Signalfarben in rot und orange dient ein Grünton, der als Lasur sämtliche Sichtbetonoberflächen des Unterwerks überhaucht und den Innenraum in eine entrückte, fast unwirkliche Atmosphäre taucht.

ewz Werkzeugkasten im Rhythmus der Stadt
Das dem Unterwerk aufgesetzte zweigeschossige Werkhofgebäude dient den Monteuren des ewz als Stützpunkt für ihre Montage- und Servicearbeiten am elektrischen Verteilnetz in der Stadt. Während der Nacht erscheint der Netzstützpunkt als geschlossener, dunkler Monolith. Zu Beginn des Arbeitstages jedoch öffnet sich das Gebäude wie ein gewaltiger Werkzeugkasten. Große Teile der schiefergrauen Zinkfassade falten aus der Gebäudehülle heraus und erweitern den Arbeitsbereich des Stützpunktes in das umgebende Gelände.
Die horizontal faltenden Elemente bilden im Erdgeschoss grossflächige Tore zur Fahrzeugeinstellhalle. Im Obergeschoss dienen sie als Sonnenschutzläden für die Büroräume des Netzstützpunkts. Mit fliessenden Bewegungen wandelt sich der Eindruck des Gebäudes im Rhythmus der Tagesabläufe und macht die Arbeitsprozesse in und um den Stützpunkt für die Stadt sichtbar. Über Tore, Fenster und geschlossene Fassadenflächen hinweg läuft ein durchgehendes, irisierendes Lochmuster, welches die gesamte Gebäudehülle bestimmt: Die perforierten, patinierten Zinkblechkassetten überziehen selbst lüftungstechnische Einbauten und Schutzeinrichtungen, welche aus dem Unterwerk an die Oberfläche dringen. Die hinter der Hülle verborgene Funktion wird erst erkennbar, wenn sich der Netzstützpunkt zu Beginn des Tages öffnet.
Nur die großen Verglasungen von Haupteingang und Guckkasten durchbrechen die dunkle Hülle des Gebäudes und zeichnen sich durch massive, grün eingefärbte Betonrahmen ab. Der Eingang als Anfang und der Guckkasten als Ziel des unterirdischen Ausstellungsweges bilden auch an der Oberfläche zwei markante Gegenstücke, die aus dem zurückhaltendem Gebäudevolumen heraustreten.

Herausforderungen an die Architektur
Das komplexe Planungsteam aus Ingenieuren und Architekten, Starkstromexperten, Haustechnikern, Grafikern und einem Künstler koordinierte die Prozesse in und um das Gebäude, um den Sicherheitsauflagen sowie den allfälligen Zutrittskonzepten gerecht zu werden. Dabei war ein Spagat zwischen der Erwartung eines uneingeschränkt dem Zweck dienenden Infrastrukturbaus und den räumlichen, atmosphärischen und künstlerischen Zielen der Architektur zu bewältigen. Als Ergebnis dieser engen, produktiven Zusammenarbeit gestaltete das Team auch Komponenten, die unter «normalen» Umständen kaum zur Gestaltungsaufgabe geworden wären: Technische Ausstattungen wie Kabelrohrblöcke, Kran- und Schienenanlagen sowie die elektrotechnische Gebäudeausrüstung fanden Eingang in das Gestaltungskonzept, und so zu einer formale Einheit mit der Architektur.

Zertifikat
Minergie Eco

Publikation
Ernst und Sohn - Gewerbe und Industrie
Uncube
Baublatt
Tagesanzeiger
Tec 21
A 10
Netzpraxis
Werk Bauen und Wohnen
Jahrbuch 2019 Schweizer Baudokumentation


Lageplan Netzstützpunkt und Unterwerk Oerlikon von illiz architektur GmbH
Lageplan
EG Netzstützpunkt und Unterwerk Oerlikon von illiz architektur GmbH
EG
1. OG Netzstützpunkt und Unterwerk Oerlikon von illiz architektur GmbH
1. OG
Schnitt A-A Netzstützpunkt und Unterwerk Oerlikon von illiz architektur GmbH
Schnitt A-A
Schnitt B-B Netzstützpunkt und Unterwerk Oerlikon von illiz architektur GmbH
Schnitt B-B
Grundriss 1. UG Netzstützpunkt und Unterwerk Oerlikon von illiz architektur GmbH
Grundriss 1. UG
2. UG Netzstützpunkt und Unterwerk Oerlikon von illiz architektur GmbH
2. UG
3. UG Netzstützpunkt und Unterwerk Oerlikon von illiz architektur GmbH
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Ansichten Netzstützpunkt und Unterwerk Oerlikon von illiz architektur GmbH
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