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Hotelneubau Bever Lodge
Via Maistra 32, Bever

FH Architektur AG
Architektur- und Planungsbüro

Westfassade © Ralph FeinerAnsicht Südwest © Ralph FeinerOstfassade © Ralph FeinerLounge © Ralph FeinerRestaurant © Ralph FeinerBar © Ralph FeinerEmpfangsbereich © G.A. HartmannKonferenzraum © Yvonne BollhalderWellnessbereich © Ralph FeinerFassadendetail © Ralph FeinerTreppenhaus © Yvonne BollhalderDetail © M.ClalünaModulzimmer © Yvonne BollhalderInnenausbau © Yvonne BollhalderModul mit Nasszelle © Dolores Rupa
Kategorie:
Gastgewerbe und Tourismus
Fertigstellung:
2015
Gebäudeanzahl:
1
Stockwerke:
4
Untergeschosse:
1
Parkplätze:
24
Grundstücksfläche:
2808 m²
Geschossfläche:
2454 m²
Nutzfläche:
1693 m2
Gebäudevolumen:
11'000 m³
Gebäudekosten BKP 2:
9 Mio. CHF

Idee & Konzeption

Auf der ehemaligen Zeughausparzelle in Bever wurde ein Hotelneubau entwickelt, der auf den aktiven Gast im preiswerten Kostensegment ausgerichtet ist.
 Auf Luxus wurde bewusst verzichtet, dem Wesentlichen aber besondere Aufmerksamkeit geschenkt.
Die Wirtschaftlichkeit, die Kosten- und Zeitoptimierung sowie die Nachhaltigkeit hatten direkten Einfluss auf die Konzeption des Gebäudes: Ausgangspunkt des Entwurfs war das Hotel-Zimmer. Das Projekt der Bever Lodge wurde aus dem Gedanken der seriellen Wiederholung dieser auf neuster Erkenntnis der Technik ausgearbeiteten Raumzellen weiterentwickelt.

Städtebauliche Situation

Der Standort des neuen Volumens wurde durch ein Baufeld des Quartieplans definiert und entspricht weitestgehend der Lage des alten Zeughauses. Durch den zurückversetzten, längs gerichteten Baukörper entsteht für das Hotel ein repräsentativer, vielseitig nutzbarar Aussenraum, der nicht zuletzt auch wieder das Dorfgeschehen in Bever beleben soll.

Entwurf & Materialisierung

Ausgerichtet auf die Nutzung eines Beherberungsbetriebs entstand durch die horizontale und vertikale Aneinanderreihung gleichbleibender, hölzerner Boxen ein klar strukturierter, dreigeschossiger Baukörper mit Erschliessungsachse.

Die öffentliche Nutzung im hervorgeschobenen Sockelbereich wird strassenseitig im Erdgeschoss durch ein raumhohes Fensterband markiert. Darüber stapeln sich 2/3-geschossig die Hotelzimmer als „Zweispänner“ in Holzbauweise. Die raumhohen Fenster lassen die Vielfalt der Umgebung ins Innere treten. Durch die unregelmässige Anordnung der Öffnungsflügel und den vorgesetzten Holzgeländer erhalten die Längsfasssaden eine leichte Rhythmisierung.
Der Wechsel aus vorvergrauter Fichtenschalung und eingefassten Fensterleibungen in Lärche lassen die dahinterliegende Nutzung der behaglichen Hotelzimmer bereits von aussen erahnen. Von lokalen Elementen inspiriert, wurde der Baukörper in moderner Weise umgesetzt. Im Inneren entsteht ein bewusster Kontrast zwischen den offen und grosszügig gestalteten allgemeinen Bereichen und dem Rückzugsort für den Gast: den hölzernen Hotelzimmern, die den Charme einer Holzstube mit zeitgemässer Architektur verbinden.

Innenausbau

Im Erdgeschoss wurde das Material und Farbkonzept aus den Zimmergeschossen weiterverfolgt. Helles Fichtenholz an der Decke und Wänden wechselt sich mit dunklen Braun- und warmen Erdtönen an den Wänden und Böden ab. Im Erdgeschoss wird der Gast von einem grosszügigen Eingangsbereich mit gemütlicher hölzerner Lounge in Empfang genommen.
Zwischen Lounge und dem Restaurantionsteil wurde ein mit dunklen Holzplatten verkleideter Kern eingeschoben. Er übernimmt alle funktionellen und statischen Aufgaben.
Die gewählten Beleuchtungselemente in LED sowie die ausgewählte Möblierung unterstützen die Wohnlichkeit und Geborgenheit in der Bever Lodge.

Besonderheiten

Modulbauweise

Dem seriellen Entwurfskonzept wurde besonders in der Konstruktion des Gebäudes Rechnung getragen. Dem massiven Untergeschoss und dem Sockel im strassenseitigen Erdgeschoss wurden alle 41 Hotelzimmer, 3 Treppenhausmodule mit Lift in vorfabrizierte Modulbauweise aufgesetzt.
Die Raumzellen wurden in Holzbauweise im Werk vorgefertigt: sämtliche Installationen, Sanitärapparate und die Möblierung sind in die Boxen bereits fix eingebaut.
Die grösste Herausforderung stellte das Zusammenfügen von Holzbau und Massivbau und die Leitungsführung der Haustechnik dar. Die gewählte Konstruktion in Modulbauweise bedingt eine erhöhte Planungsgenauigkeit in allen Disziplinen, verkürzte aber die Bauzeit massiv und ermöglichte eine innovative, umweltfreundliche Bauweise bei einem sehr hohem Präzisionsgrad in der Ausführung.
Die Bever Lodge ist das erste Hotel in der Schweiz, welches in einem solch fortgeschrittenen Modulsystem erstellt wurde.
Die gewählte Bauweise ermöglichte ein Bauzeit vom Aushub bis zur Fertigstellung des Volumens von nur 8 Monaten.


Publikation
Cubatura Graubünden Ausgabe 1/2016
Baubeilage Engadiner Post vom 4.2.2016
Sonntagszeitung vom 15.11.2015

Flumroc AG
Flumroc AG
Industriestrasse 8
8890 Flums
Hodel Trennwände AG
Hodel Trennwände AG
Hochstrasse 1
6213 Knutwil

Architekt/Planer

FH Architektur AG
Architektur- und Planungsbüro
Via Charels Suot 16
7502 Bever
081 851 00 90

Situationsplan Hotelneubau Bever Lodge von Architektur- und Planungsbüro<br/>
Situationsplan
Untergeschoss Hotelneubau Bever Lodge von Architektur- und Planungsbüro<br/>
Untergeschoss
Erdgeschoss Hotelneubau Bever Lodge von Architektur- und Planungsbüro<br/>
Erdgeschoss
1.Obergeschoss Hotelneubau Bever Lodge von Architektur- und Planungsbüro<br/>
1.Obergeschoss
2.Obergeschoss Hotelneubau Bever Lodge von Architektur- und Planungsbüro<br/>
2.Obergeschoss
Querschnitt Hotelneubau Bever Lodge von Architektur- und Planungsbüro<br/>
Querschnitt
Westfassade Hotelneubau Bever Lodge von Architektur- und Planungsbüro<br/>
Westfassade
Südfassade Hotelneubau Bever Lodge von Architektur- und Planungsbüro<br/>
Südfassade
Ostfassade Hotelneubau Bever Lodge von Architektur- und Planungsbüro<br/>
Ostfassade
Nordfassade Hotelneubau Bever Lodge von Architektur- und Planungsbüro<br/>
Nordfassade
Axonometrie Hotelneubau Bever Lodge von Architektur- und Planungsbüro<br/>
Axonometrie
Detail Zimmermodul Hotelneubau Bever Lodge von Architektur- und Planungsbüro<br/>
Detail Zimmermodul