Die führende Schweizer Informationsplattform für Bauprodukte, Architekturprojekte und Expertenprofile

Grosse Halle
Uetikon am See

Kategorie:
Kultur und Kult
Fertigstellung:
2013
Gebäudeanzahl:
1
Stockwerke:
2
Parkplätze:
15
Grundstücksfläche:
2636 m²
Geschossfläche:
2395 m²
Nutzfläche:
1875 m2
Gebäudevolumen:
12'698 m³
Gebäudekosten BKP 2:
10.5 Mio. CHF

1 Raumkonzept

Die grösste Halle des alten Industrieareals schliesst den grossen internen Platz talseits ab.

Aus rechtlichen Gründen musste die Kubatur und das Stahlskelett der alten Montagehalle bewahrt werden. So wurde die neue Baustruktur mit vier gewaltigen Ausstellungssälen und einem darüberlegenden Schaudepot wie ein Haus im Haus aus Beton in den Bestand eingefügt und neu ‚eingekleidet’.

Die Säle öffnen sich nach Norden zum internen Platz hin. Eine Kolonnade aus vorfabrizierten verdrehten Betonbändern bildet dabei einen Filter zwischen innen und aussen. Im Obergeschoss durchmisst ein zentraler Korridor die Halle der Länge nach und erschliesst die neu entstandenen Lagerbereiche.

Die beiden Nutzungen sind für den Besucher nicht ablesbar - über den grossen Lift verbinden sich so unvermittelt die zwei parallelen Welten.


2 Kolonnade

Von Anfang an war die Wechselwirkung zwischen Platz und Ausstellungsflächen ein wichtiges Thema.

Der Wunsch des Bauherren nach einer Kolonnade führte zu einer Neuinterpretation der Säulen als organische sich verdrehende Bänder, wie wirken als seien sie über das Gebäude drapiert und dann in einem Windstoss aufgeblasen worden.

Von aussen öffnet sich die Fassade dank der Drehrichtung zu den ankommenden Besuchern. Gegenüber der Nachbarschaft wirkt es hingegen hermetisch geschlossen, wie der Panzer eines Gürteltieres. Von innen fungiert die Kolonnade als chargierender Filter zwischen innen und aussen - der Raum wird begrenzt und ist gleichzeitig offen zum Platz.


3 Produktion

Der Entwurf wurde früh parametrisiert und konnte so formal und statisch optimiert werden. Die sehr dünnen Querschnitte wurden durch den Einsatz von Edelstahlarmierungen möglich.

Die Schalung wurde auf einer Stahlkonstruktion so platziert, dass sich der selbstverdichtende Beton optimal verteilen konnte. Zum Ausschalen wurden die Bauteile erst an einem Portalkran aufgehängt, bevor die beiden Schalungshälften auf Schienen vorsichtig auseinandergezogen wurden.


Architekt/Planer

Baier Bischofberger Architekten


Baurstrasse 14
8008 Zürich
044 440 04 20
Bauherr

Galerie Bruno Bischofberger AG


Weissenrainstrasse 1
8708 Männedorf
044 250 77 77
Bauleiter

HSSP GmbH


Konradstrasse 61
8005 Zürich
044 221 40 40
Bauingenieur

Schärli + Öttli AG


Flüelastrasse 31b
8047 Zürich
043 931 70 00
HLK-Planer

Waldhauser + Herrmann AG


Teufenerstrasse 25
9000 St. Gallen
071 223 89 49
Elektroplaner

Mettler+Partner Licht AG


Am Wasser 55
8049 Zürich
044 277 77 88
Fassadenbauer

Fiorio Fassadentechnik GmbH


Herbergstrasse 16
9524 Zuzwil
071 940 08 70
Diverses

Friedli Partner AG


Nansenstrasse 5
8050 Zürich
044 315 10 10
Bauphysiker

BWS Bauphysik AG


Hard 4
8408 Winterthur
052 222 60 29

Situation Grosse Halle von Baier Bischofberger Architekten
Situation
EG Grosse Halle von Baier Bischofberger Architekten
EG
OG Grosse Halle von Baier Bischofberger Architekten
OG
Ansicht Nord Grosse Halle von Baier Bischofberger Architekten
Ansicht Nord
Ansicht Süd Grosse Halle von Baier Bischofberger Architekten
Ansicht Süd
Ansicht West Grosse Halle von Baier Bischofberger Architekten
Ansicht West
Ansicht Ost Grosse Halle von Baier Bischofberger Architekten
Ansicht Ost
Schnitt Ost Grosse Halle von Baier Bischofberger Architekten
Schnitt Ost
Schnitt Nord Grosse Halle von Baier Bischofberger Architekten
Schnitt Nord
Schnitt Süd G Grosse Halle von Baier Bischofberger Architekten
Schnitt Süd G
Schnitt Süd F Grosse Halle von Baier Bischofberger Architekten
Schnitt Süd F
Detail Dachtraufe Grosse Halle von Baier Bischofberger Architekten
Detail Dachtraufe