Sprachen

Die führende Schweizer Informationsplattform für Bauprodukte, Architekturprojekte und Expertenprofile

Genossenschaftshaus Stadterle
Goldbachweg 8, Basel

Kategorie:
Wohnen (ab 3 Wohneinheiten)
Fertigstellung:
2017
Stockwerke:
5
Grundstücksfläche:
1014 m²
Geschossfläche:
5618 m²
Gebäudevolumen:
17'215 m³
Gebäudekosten BKP 2:
12.8 Mio. CHF

Storama AG Sonnen- und Wetterschutz-Technik
Storama AG Sonnen- und Wetterschutz-Technik
Pfandersmatt
3664 Burgistein
Tel. 033 359 80 80
Fax. 033 359 80 70
info@storama.ch
www.storama.ch
TRILUX AG
TRILUX AG
Bodenäckerstrasse 1
8957 Spreitenbach
Tel. 056 419 66 66
Fax. 056 419 66 67
info.ch@trilux.com
www.trilux.com

Architekt/Planer

Buchner Bründler Architekten BSA SIA
Utengasse 19
4058 Basel
Bauherr

Wohngenossenschaft Zimmerfrei
Goldbachweg 8
4058 Basel

Ehemals ein Güterbahnhof, wurde der östliche Teil des Gebiets als Erlenmatt Ost zu einem Wohnquartier weiterentwickelt, das mit mehreren Bauten an einen Park angrenzt. Initiiert wurde Erlenmatt Ost von der Stiftung Habitat, die dafür auch ein bauliches Regelwerk erstellt hat. Ein Baustein ging im Baurecht an die Genossenschaft Zimmerfrei, welche sich zum Ziel setzte, bezahlbaren Wohnraum für unterschiedlichste urbane Lebensentwürfe, gelebte Gemeinschaftlichkeit, Nachhaltigkeit und Genügsamkeit zu schaffen. Der Planungs- und Bauprozess wurde partizipativ mit den Genossenschaftlern gestaltet.

Durch das Wohnhaus Gemeinschaft zu schaffen und den Austausch untereinander auf selbstverständliche Weise zu fördern war das Ziel. Die Wohnungsgrundrisse sind sparsam, dennoch erzeugen sie ein Gefühl von Weite, da sie einfach strukturiert und zweiseitig orientiert sind. Intim ist das Wohnen zum Erlenmattpark, sozial aktiv zum Erlenmatthof, denn erschlossen werden die Wohnungen durch einen aussenliegenden Laubengang. Dieser dient der Begegnung und soll von den Bewohnern, einer eigenen Veranda gleich, belebt werden. Durch die Ausdehnung des Wohnens in den öffentlichen Raum, wird die Laube Wohnqualität erhalten. Die knapp bemessenen Wohnungen ergänzen zentral angeordnete, gemeinschaftliche Angebote, wie Lobby, Dachterrasse, Werkstatt, Musik- und Waschräume sowie Gästezimmer. Die konsequente Einfachheit der Erschliessung durch den Laubengang und die optimale Nutzung der vorgegebenen Wohnflächen durch den Verzicht auf Gänge, ermöglichen ein nachhaltiges Wohnhaus, das mit einer Vielzahl von Wohnungstypen verschiedenen Lebensphasen und urbanen Lebensentwürfen gerecht wird. Es gibt klassische Familienwohnungen, aber auch Clusterstrukturen für Wohngemeinschaften.

Von der sozial wie architektonisch verbindenden Laube betritt man die Wohnungen hofseitig direkt über die Wohnküche, die in Seekiefersperrholz gehalten ist und deren farbige Lasur von den Bewohnern bestimmt wurde. Die Privatheit nimmt über den anschliessenden Wohnbereich zu den Schlafzimmern zum ruhigen Erlenmattpark zu. Da alle Wohnungen nach zwei Seiten durchlässig sind und eine bestmögliche Belichtung bieten, wird durch deren Gleichwertigkeit in der Wohngemeinschaft keiner benachteiligt. Der für einen Genossenschaftsbau dieser Art wichtige Aspekt der Finanzen wurde in der Erstellung und Materialisierung des Baus respektiert. Die mehrschichtige Fassade beherrschen Industriematerialien, die unterhaltsarm und langlebig sind. Industrierohes Aluminium, unbehandelte, gewellte Faserzementplatten, verzinkte Elemente und Acryl Wellplatten nehmen den ursprünglichen Charakter des Ortes auf und verleihen dem Haus durch ihre Direktheit einen haptischen wie lebendigen Charakter. Grüne, transparente Wellplatten kleiden das Haus in horizontale Bänder ein, so dass die Schichtung lesbar bleibt. Grosszügige Sonnensegel geben ihm Leichtigkeit, zwei offene Treppenhäuser an den Stirnseiten des Winkelbaus Plastizität. Das Haus selbst ist aus Kostengründen ein Hybridbau mit einer Massivstruktur aus Beton und hat eine Holzkonstruktionsfassade.



Situationsplan Genossenschaftshaus Stadterle von Buchner Bründler Architekten BSA SIA
Situationsplan
Grundriss EG Genossenschaftshaus Stadterle von Buchner Bründler Architekten BSA SIA
Grundriss EG
Grundriss 4.OG Genossenschaftshaus Stadterle von Buchner Bründler Architekten BSA SIA
Grundriss 4.OG
Grundriss DG Genossenschaftshaus Stadterle von Buchner Bründler Architekten BSA SIA
Grundriss DG
Schnitt Genossenschaftshaus Stadterle von Buchner Bründler Architekten BSA SIA
Schnitt
Ansicht Nordost Genossenschaftshaus Stadterle von Buchner Bründler Architekten BSA SIA
Ansicht Nordost
Ansicht West Genossenschaftshaus Stadterle von Buchner Bründler Architekten BSA SIA
Ansicht West
Fassadenschnitt Genossenschaftshaus Stadterle von Buchner Bründler Architekten BSA SIA
Fassadenschnitt
A0 Genossenschaftshaus Stadterle von Buchner Bründler Architekten BSA SIA
A0