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Erweiterung Tramdepot Oerlikon, Zürich
Tramstrasse 29, Zürich

Kategorie:
Fertigstellung:
2011
Geschossfläche:
4660 m²
Gebäudevolumen:
28'800 m³

Für die kurze Nachtruhe stehen den Trams von Zürich fünf Depots zu Verfügung. Das denkmalgeschützte Tramdepot in Oerlikon wurde in den 1930-er Jahren vom damaligen Stadtbaumeister und Architekten Hermann Herter erbaut und war als städtische Infrastruktur für die Integration Oerlikons in die Stadt Zürich ein zentrales Element. Mit der Inbetriebnahme der Glattalbahn und der Verlängerung wichtiger Tramlinien wurden siebzig Jahre später dringend zusätzliche Tram-Abstellplätze an zentraler Lage in der Stadt notwendig.

Das Depot von Hermann Herter stellt sich vordergründig als profaner Zweckbau dar. Die wenigen Ornamente wurden subtil und pragmatisch genutzt, um das grosse Gebäude in seine Umgebung einzubetten. Die grossen, kastenförmigen Oblichter und der Besandungsturm geben dem Depot eine starke Identität.

Die Oblichter werden im Erweiterungsbau übernommen und zeichnen sich am Rand der strengen und fensterlosen Fassade ab; dank dem antizyklischen, nächtlichen Betrieb des Depots schimmert das Licht durch die strukturierten Verglasungen nach Aussen und lässt die Oblichter genau dann glimmen, wenn die Besucher des gegenüberliegenden Hallenstadions oder des Theater 11 ihren Heimweg antreten. Das Depot kommuniziert so mit Stadt und Bevölkerung.

Kein sichtbarer Dachabschluss und die einschalige Bauweise unterstützen das Bestreben nach einem möglichst einfachen Ausdruck. Das Depot sollte nicht üppiger sein als der Bestand; Weil das Depot nur minimal beheizt wird, bei Minustemperaturen dürfen auch die Cobras nicht zu kalt kriegen, war die eine Schale überhaupt möglich. Die Form des neuen Depots folgt der Parzelle und setzt den Bau des ursprünglichen Depots von Stadtbaumeister Herter fort. Die obere Hälfte der Fassade gewinnt durch ihre Oblichter an Plastizität, und geben dem Gebäude eine klassische Ordnung.

Teil der Bauaufgabe war es auch, eine Kontakt & Anlaufstelle (K&A) im Tramdepot unterzubringen, die das Provisorium ablöst. Durch die Grösse des Depots (7500 Quadratmeter) hat die K&A keine direkten Nachbarn, was für den Standort in Oerlikon spricht. Das Dilemma dieser Nutzung: die Anlaufstelle für Drogenabhängige soll diskret sein, die Nachbarschaft nicht stören oder verunsichern, für die Kundschaft aber trotzdem gut auffindbar sein. Der Eingang der K&A ist deshalb in eine Kerbe abgesenkt und sorgt so für Diskretion.

Nach dem Planerwahlverfahren wurde ein Wettbewerb für die Kunst am Bau durchgeführt. Gewonnen hat der Vorschlag, der sich am Besten in Bau integriert: Auf die gezackte Betonoberfläche wird mit dem Schriftzug «Du musst jetzt» (sichtbar, wenn man sich stadteinwärts bewegt) und «nach Hause gehen» (die Botschaft für diejenigen, die aus der Stadt gehen) auf subtile Art auf den Auftrag des öffentlichen Verkehrs hingewiesen. Das Künstlerduo Renata Grünenfelder und Hipp Mathis, Bassist der Band, zeichnet auch für die blaue Botschaft verantwortlich.

Auzug aus Text von Jenny Keller

Flügelfalttore FF

Flügelfalttore FF


Flügelfalttore FF aus Stahl oder Aluminium, die Bedienung kann automatisiert oder manuell von Hand erfolgen. Sie eignen sich bei grossen Öffnungen und wie bei: – Wartungshallen – Werkhöfen – Fahrzeugdepots


Dahinden + Rohner Industrie Tor AG

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Allmendstrasse 36
8320 Fehraltorf
Montana Bausysteme AG

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Durisolstrasse 11
5612 Villmergen

Architekt/Planer,

Maier Hess Architekten


Neptunstrasse 25
8032 Zürich
044 383 5005

unmittelbare Umgebung Erweiterung Tramdepot Oerlikon, Zürich von Maier Hess Architekten
unmittelbare Umgebung
Untergeschoss Erweiterung Tramdepot Oerlikon, Zürich von Maier Hess Architekten
Untergeschoss
Obergeschoss Erweiterung Tramdepot Oerlikon, Zürich von Maier Hess Architekten
Obergeschoss
Schnitt Erweiterung Tramdepot Oerlikon, Zürich von Maier Hess Architekten
Schnitt