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casa diagonal
Schlossgasse, Fürstenau

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Blick in die Schlossgasse © Benedikt WiderEssküche © Benedikt WiderWohnen © Benedikt WiderPerspektive Südwest © Benedikt WiderAnsicht Süd © Benedikt Wider
Kategorie:
Studentenentwürfe
Fertigstellung:
2018
Gebäudeanzahl:
1
Stockwerke:
2
Anzahl Wohnungen:
2

Student

Benedikt Wider
Universität / Fachhochschule

HTW Chur
Hochschule für Technik und Wirtschaft
Pulvermühlestrasse 57
7000 Chur
081 286 24 24

Die ruhige Lage von Fürstenau ist von besonderer Qualität. Ein öffentlicher Platz empfängt die Besucher und Bewohner und das angrenzende Café Remisa – La Tavlada lädt mit einem schönen Aussenbereich unter Kastanienbäumen zum Verweilen ein. Vom Platz aus ist die Schlossgasse und die Obergasse erschlossen, die wiederum zu einem ruhige Platz im Westen führt. Hier orientieren sich mehrheitlich Hausgärten auf den öffentlichen Platz. Folgt man der Schlossgasse wird man auf einer grasbewachsenen Strasse wieder zurück auf die Hauptstrasse geführt. Auf dem Weg zurück, trifft man auf weitere Hausgärten und charakteristische Gebäude von historischem Wert.

Vom Ort zum Objekt
Das Zweifamilienhaus sucht den Kontakt zum Ort. Das Gebäude ist so konzipiert, dass die Wohnungen über einzelne Geschosse hinweg den grösstmöglichen, ortsspezifischen Bezug herstellen. Aus dieser Logik heraus orientieren sich Essräume und Küchen zum Garten hin und suchen mit präzis gesetzen Öffnungen den Bezug zum Aussenraum. Die Wohnräume sind im ersten Obergeschoss angeordnet, wodurch mehr Privatsphäre gewährleistet ist. Die Öffnungen sind so gesetzt, dass ein visueller Bezug zwischen Wohnzimmer und den jeweiligen öffentlichen Plätzen von Fürstenau entsteht. Die Neben- und Erschliessungsräume befinden sich im Gebäudeinneren. Die Schlafräume orientieren sich Richtung Norden und bekommen durch die historische Stadtmauer einen eigenständigen Charakter.
Quadratische Fensteröffnungen in unterschiedlichen Grössen beziehen sich auf die unmittelbare Nachbarschaft und schaffen im Innenraum eine Variation von Licht und Schatten, die durch die unterschiedlichen Raumhöhen verstärkt werden.

Vom Ort zum Material
In Anlehnung an die alte, gemauerte Stadtmauer ist der Neubau gemauert. Mit einem Einsteinmauerwerk entsteht ein monolithisches Objekt, das sich an der massiven Bauweise in Fürstenau orientiert. Die einheitlich weiss verputzen Decken und Wände sowie Rauputz im Aussenbereich unterstreichen den monolithischen Charakter. Wie in den traditionellen Bauernhäusern wird beim Bodenbelag zwischen Nutzräumen und Wohnräumen unterschieden. Die Eingangsbereiche und die Küchen werden mit einem Calanca Gneis ausgekleidet. Der Bodenbelag zieht sich in den Hausgarten fort und zeigt so die Wohnraumerweiterung. Die Bodenbeläge in Wohnräumen, sowie beim Innenausbau, Fenster und Fensterläden, werden aus Edelkastanie erstellt. Durch die, in Vergessenheit geratene, Edelkastanie bekommt das Gebäude ein rustikales Element mit dem der Bezug vom Domleschg und einer ländlichen Bebauung erstellt wird.


Schwarzplan casa diagonal von
Schwarzplan
Situationsplan casa diagonal von
Situationsplan
Grundriss EG casa diagonal von
Grundriss EG
Grundriss OG casa diagonal von
Grundriss OG
Grundriss DG casa diagonal von
Grundriss DG
Schnitt Süd_Nord casa diagonal von
Schnitt Süd_Nord
Schnitt Ost-West casa diagonal von
Schnitt Ost-West
Ansicht Nord casa diagonal von
Ansicht Nord
Ansicht Süd casa diagonal von
Ansicht Süd
Ansicht West casa diagonal von
Ansicht West
Kontext Fassade Süd casa diagonal von
Kontext Fassade Süd
Kontext Fassade West casa diagonal von
Kontext Fassade West
Kontext Fassade Nord casa diagonal von
Kontext Fassade Nord
Detailschnitt casa diagonal von
Detailschnitt