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Bürogebäude Weleda
Dychweg 14, Arlesheim

Kategorie:
Büro und Verwaltung
Fertigstellung:
2018

Architekt/Planer

Fox Wälle Architekten SIA GmbH
Altenmatteweg 2
4144 Arlesheim
061 599 17 80
Totalunternehmer

Hess Holzbau AG
Hauptstrasse 4
4417 Ziefen
061 935 90 60
Bauleiter

RegioBaumanagement AG
Bauleitung
Im Chilefeld 5
4422 Arisdorf
061 811 61 16
Innenarchitekt

Hunziker Bürodesign GmbH
Sternenhofstrasse 15 A
4153 Reinach BL
061 717 89 10
Innenarchitekt

doppler und saner GmbH
Büroplanung Ausführung
Riedstrasse 6
4222 Zwingen
061 763 09 02

Bedürfnis
Die Weleda AG in Arlesheim hat ihren Hauptsitz, ein Teil der Produktion und Verwaltung im Gewerbegebiet Oberi Wide in Arlesheim. Um 2010 wurden um das bestehende Produktionsgebäude neue Büro- und Verwaltungsgebäude erstellt. Teile der Büroflächen waren als Open Space Büros konzipiert, welche im Laufe der Zeit in Einzelbüros umgewandelt wurden. Zudem nahm in den vergangenen Jahren die Belegschaft zu, was zu beengten Verhältnissen in den bestehenden Büroflächen führte. Die Weleda AG wollte nun mit dem vorliegenden Neubau wieder etwas komfortablere Platzverhältnisse in den Büroflächen schaffen. Dabei wurden zwei Abteilungen, Marketing und die medizinisch-wissenschaftliche Auskunft, aus den bestehenden Räumlichkeiten in den Neubau verlegt. Mit dem Neubau werden somit keine neuen Arbeitsplätze geschaffen.
Nach einer Machbarkeits- und Standortevaluation wurde entschieden, den Neubau auf dem eigenen Grundstück, in der Nähe des Schaugartens in der vorliegenden Grösse zu realisieren.

Lage
Der Neubau liegt in der südöstlichen Parzellenecke. Die Lage wurde so gewählt, um auch den Schaugarten aufzuwerten, resp. stärker als einen Teil der Gesamtanlage erlebbar zu machen. Am Standort des Neubaus stand die Baracke der Gärtnerei. Die Gärtnerei benötigt an diesem Standort keinen Realersatz und wurde abgebrochen. Mit der Wahl dieses Standortes bleibt der Zugang zu den bestehenden Bauten unverändert und der rückwertige Parzellenteil wird aufgewertet.

Grundstück
Das Grundstück 2720 befindet sich am Ende des Dychwegs. Es befindet sich im Eigentum der Weleda AG und konnte für die Realisierung des Neubaus unverändert bleiben.

Nutzung
Die Nutzung des Neubaus besteht ausschliesslich aus Büroflächen und den dazugehörigen funktionalen Flächen.

Erschliessung
Das Grundstück ist durch den Dychweg erschlossen. Die parzelleninterne Erschliessung erfolgt über die Parkplatz- und Anlieferungsfläche. Fahrzeuge können bis vor den Neubau heranfahren. Vor dem Neubau ist der Erhalt von bestehenden Parkplätzen vorgesehen. Die Gebäudezufahrt diente zufor und auch nach der Realisierung der Anlieferung für Produktions-Alkohol. Die Zufahrt wird durch ein kontrolliertes Zugangstor geregelt.
Die Mitarbeiter und die Besucher sollen das Gebäude über die Anmeldung beim Haupteingang erreichen. Nach der Anmeldung in der Eingangshalle wird der Besucher durch den Schaugarten zum Neubau geführt.

Architektur
Der Büroneubau besteht hauptsächlich aus der rechteckig, zusammenhängenden Bürofläche. Diese Anordnung garantiert grösstmögliche Flexibilität in der Zukunft. Die Bürofläche soll als Multiple Space Bürofläche ausgestaltet werden. Zwei Gebäude-Rucksäcke geben dem Neubau seine spezifische Form. Die Gebäuderucksäcke beinhalten die beiden Funktionen Erschliessung und Infrastruktur.
Das neue Bürogebäude soll als Holzbau erkannt werden können. Die Hauptfassade und die Gebäuderucksäcke werden in ihrem Erscheinungsbild unterschiedlich ausformuliert. Die unterschiedliche Ausformulierung unterscheidet sich aber bewusst nur in der äussersten Schicht der Bekleidung. Während die Hauptfassaden die Fensterelemente durch die Elementrahmen gekennzeichnet werden, werden die Gebäuderucksäcke mit Vertikallamellen zum monolithisch ablesbaren und halbtransparenten Baukörper.
Die Rahmenbildung der Hauptfassade wird bewusst nicht stockwerksgleich gemacht, um ein nach oben verjüngendes Erscheinungsbild zu erreichen.

Materialisierung / Konstruktion
Der Neubau wurde in einer Holz-Beton-Verbund-Technik erstellt. Ein enges Stützen-Rippen-Raster wird auf eine Bodenplatte in Beton gestellt. Das Gebäude hat kein Untergeschoss. Die Decken sind in Holz-Beton-Verbund-Technik ausgeführt. Für die sichtbare Tragstruktur wurde einheimisches Buchenholz gewählt. Diese Rippenkonstruktion zeichnet sich mit seiner holzartentypischen Farbe von der restlichen Konstruktion ab.
Die Fenstereinrahmungen sind in vorvergrautem Massivholz erstellt und die Fassadenpaneele sind aussen mit einer horizontalen geschlossenen vorvergrauten Holzschalung verkleidet.

Umgebung
Die Umgebung der Parzellenfläche nördlich des Gewächshauses und westlich der Ita Wegmann Eiche bleiben unverändert. Um das Gebäude wurde die Fläche sickerfähig befestigt. Zur südlichen und zur nördlichen Parzellengrenze ist ein Grünstreifen als Teil der Gartenanlage bepflanzt. Die Ita Wegmann Eiche erhält durch eine Grüninsel eine neue Wichtigkeit. Der Zugang vom Schaugarten wurde als dessen Erweiterung neugestaltet.

Arlesheim, 20. Juli 2018
Fox Wälle Architekten SIA GmbH
Philippe Wälle, Dipl. Arch. M.S. FH SIA


Situation Bürogebäude Weleda von Fox Wälle Architekten SIA GmbH
Situation
Erdgeschoss Bürogebäude Weleda von Fox Wälle Architekten SIA GmbH
Erdgeschoss
Grundrisse Bürogebäude Weleda von Fox Wälle Architekten SIA GmbH
Grundrisse
Schnitt Bürogebäude Weleda von Fox Wälle Architekten SIA GmbH
Schnitt