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Bürogebäude Unterstrasse St. Gallen
Unterstrasse 12, St. Gallen

Kategorie:
Büro und Verwaltung
Fertigstellung:
2017
Stockwerke:
7
Parkplätze:
5
Grundstücksfläche:
835 m²
Geschossfläche:
3736 m²
Nutzfläche:
2740 m2
Gebäudevolumen:
13'360 m³
Gebäudekosten BKP 2:
12 Mio. CHF

STOBAG AG
STOBAG AG
Pilatusring 1
5630 Muri AG
Tel. 056 675 42 00
Fax. 056 675 42 01
info@stobag.ch
www.stobag.ch

Architekt/Planer

Corinna Menn Dipl. Architektin ETH/SIA
Zweierstrasse 100
8003 Zürich
081 250 58 30
Architekt/Planer

Mark Ammann Architekten GmbH
Sihlfeldstrasse 10
8003 Zürich
043 960 24 47
Bauherr

ASGA Pensionkasse
ab Phase Bauprojekt bis Abschluss
Rosenbergstrasse 16
9001 St. Gallen
071 228 52 52
Bauherr

Namics AG
Unterstrasse 12
9000 St. Gallen
071 228 67 77
HLK-Planer

3-Plan Haustechnik AG
Albert Einstein-Strasse 15
8404 Winterthur
052 234 70 70
Bauherr

Stadt St. Gallen
Grundeigentümerin
Neugasse 1 / Amtshaus
9004 St. Gallen
071 224 55 82
Totalunternehmer

Dima&Partner AG
Gewerbezentrum Holenstein 19
8750 Glarus
055 646 80 00
Bauleiter

Gantenbein + Partner
Rosenbergstrasse 32
9000 St. Gallen
071 228 30 80
Bauingenieur

ARGE Pedrazzini Guidotti und Borgogno Eggenberger
c/o ingegneri pedrazzini guidotti sagl
Via Pico 29
6900 Lugano
091 971 45 46
Elektroplaner

Bühler + Scherler
Breitfeldstrasse 13
9015 St.Gallen
071 313 98 00
Bauphysiker, HLK-Installateur

IEP Ingenieure AG
Bionstrasse 4
9015 St. Gallen
071 278 62 20
HLK-Planer

Hälg & Co. AG
Lukasstrasse 30
9008 St. Gallen
071 243 38 38

Der Baukörper fügt sich als schlichter Stadtbaustein mit zurückgesetzter Attika in die Strassenrandbebauung des denkmalgeschützten Stickereiquartiers. Die Typologie der Stickereigeschäftshäuser prägte der Beton-Pionier Robert Maillart um 1910 mit Stahlbeton-Skelettbauten, die der Stickereiindustrie mit der Auflösung der Wand und Fassade Nutzungsfreiheit und gute Belichtung gewährleisteten. An die strukturelle Tradition des Ortes und das Bedürfnis höchster Nutzungsflexibilität der Firma Namics anknüpfend und diese weiterführend, ist der Bau als Tragwerksentwurf in vorgespanntem Beton konzipiert, der den gänzlich freien Raum schafft. Diesen gewährleistet eine dünne Faltdecke, die zwischen die seitlichen, aussteifenden Erschliessungszonen gespannt und auf den Rhythmus des Rahmentragwerks der Längsfassaden abgestimmt ist. Der Kraftfluss, der sich aus dem Sockel nach oben verjüngenden Vertikalstruktur, bildet sich an der Fassade in den massiven, gestuften Backsteinpfeilern mit zurückgesetzten Brüstungen ab. Die Fassadentektonik in Backstein verankert den Bau in der Pfeilertypologie des Strassenraumes und in der Materialität des Quartiers.

Die Fassade ist eine monolithische, selbsttragende Wand in Backstein. Die innere Sichtbetonkonstruktion und die Gebäudehülle bedingen sich architektonisch und konstruktiv gegenseitig. Das Prinzip der unter stetiger Zunahme der Kräfte nach unten hin breiter werdenden Backsteinpfeiler, bildet das innere Tragwerk ab. Es stabilisiert aber auch die Klinkerschale und ermöglicht, dass diese selbsttragend über die gesamte Gebäudehöhe von 20 Metern aufgemauert wird. Auch geometrisch sind der Beton und der Ziegel aneinandergeknüpft: Die Breite des Pfeilers ist innen und aussen identisch, das Mass des geschossweisen Versprungs beträgt 25 Centimeter und leitet sich aus dem Backsteinmodul ab. Die vertikalen Pfeiler mit Vollsteintiefe tragen die zurückgesetzten Brüstungen, die bei einem Auflager vermauert und beim anderen dilatiert sind. Entsprechend zeichnen die Pfeiler einen Kreuzverband und die Brüstungen einen Läuferverband ab. Dem Kontext entsprechend wurde bewusst ein industriell gefertigter Klinker eingesetzt. Beim Vorgang des Aufmauerns wurden die Brände gemischt, um der Fassade eine leicht unregelmässige Textur zu verleihen. Ausgefacht ist die Fassaden- beziehungsweise Tragstruktur mit Holz-Metall-Fenstern.

Publikation
„Chicago in der Ostschweiz“ Hochparterre Nr. 11, Axel Simon
„Gefaltete Deckenplatten aus Spannbeton“ Detail, Structure 1.18, Andrea Pedrazzini
„Entfaltung der reinen Struktur“ Werk Bauen Wohnen 3-2018, Eva Stricker
„Stahlbeton und Topografie“ (Das Geschäftshaus als Teil des Hangs) Modulor Nr.3 2018, Marko Sauer
„Freier Denkraum in rigider Baulücke“ Swiss-Architects, Bau der Woche (Web)


Schwarzplan Bürogebäude Unterstrasse St. Gallen von Corinna Menn Dipl. Architektin ETH/SIA
Schwarzplan
Grundriss UG2 Bürogebäude Unterstrasse St. Gallen von Corinna Menn Dipl. Architektin ETH/SIA
Grundriss UG2
Grundriss EG Bürogebäude Unterstrasse St. Gallen von Corinna Menn Dipl. Architektin ETH/SIA
Grundriss EG
Grundriss OG2 Bürogebäude Unterstrasse St. Gallen von Corinna Menn Dipl. Architektin ETH/SIA
Grundriss OG2
Grundriss DG Bürogebäude Unterstrasse St. Gallen von Corinna Menn Dipl. Architektin ETH/SIA
Grundriss DG
Längsschnitt Bürogebäude Unterstrasse St. Gallen von Corinna Menn Dipl. Architektin ETH/SIA
Längsschnitt
Detail Konstruktion Fassade Bürogebäude Unterstrasse St. Gallen von Corinna Menn Dipl. Architektin ETH/SIA
Detail Konstruktion Fassade
Querschnitt Bürogebäude Unterstrasse St. Gallen von Corinna Menn Dipl. Architektin ETH/SIA
Querschnitt
Ansicht Unterstrasse Bürogebäude Unterstrasse St. Gallen von Corinna Menn Dipl. Architektin ETH/SIA
Ansicht Unterstrasse
Ansicht Davidstrasse Bürogebäude Unterstrasse St. Gallen von Corinna Menn Dipl. Architektin ETH/SIA
Ansicht Davidstrasse
A0 Plakat Bürogebäude Unterstrasse St. Gallen von Corinna Menn Dipl. Architektin ETH/SIA
A0 Plakat