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Bürogebäude Herostrasse
Herostrasse 12, Zürich

Kategorie:
Büro und Verwaltung
Fertigstellung:
2014
Gebäudeanzahl:
1
Stockwerke:
7
Grundstücksfläche:
16'324 m²
Geschossfläche:
13'342 m²
Nutzfläche:
10720 m2
Gebäudevolumen:
48'000 m³
Gebäudekosten BKP 2:
32 Mio. CHF

Emch Aufzüge AG
Emch Aufzüge AG
Fellerstrasse 23
3027 Bern
Tel. 031 997 98 99
Fax. 031 997 98 98
info@emch.com
www.emch.com
Lenzlinger Söhne AG Doppelböden
Lenzlinger Söhne AG Doppelböden
Seestrasse 64
8610 Uster
Tel. 058 944 53 53
Fax. 058 944 53 20
edb@lenzlinger.ch
www.lenzlinger.ch


Architekt/Planer

Max Dudler
Oranienplatz 4
10999 Berlin
0049/(0)30 615 10 73
Bauherr

Allreal Vulkan AG
Eggbühlstrasse 15
8050 Zürich
044 319 11 11
Bauingenieur

wlw Bauingenieure AG
Luegislandstrasse 31
8051 Zürich
043 205 02 60
Elektroplaner

Bürgin & Keller
Zürichstrasse 104
8134 Adliswil
044 711 70 70
HLK-Planer

Aicher De Martin Zweng AG
Räffelstrasse 25
8045 Zürich
044 488 40 40
Diverses

BDS Security Design AG
Muristrasse 96
3000 Bern 15
031 350 86 80
Diverses

gkp fassadentechnik ag
Weiernstrasse 26
8355 Aadorf
052 368 30 68
Totalunternehmer

Allreal Generalunternehmung AG
Eggbühlstrasse 15
8050 Zürich
044 319 11 11
Bauphysiker

Kopitsis Bauphysik AG
Zentralstrasse 52a
5610 Wohlen AG
056 201 44 44

2005 errichtete Max Dudler die Züricher IBM-Zentrale, 2014 fügte der Architekt dem Ensemble in Altstetten ein weiteres Gebäude hinzu. Mit dem Neubau schreibt Max Dudler die Architektur des IBM-Gebäudes auf überraschende Weise fort. In dem 2001 ebenfalls von Max Dudler aufgestellten Gestaltungsplan bildet das Gebäudevolumen zwischen dem IBM-Gebäude im Süden und dem Campi-Bau im Westen den nördlichen Schlussstein des Ensembles. Zwischen Hauptbau und Annex wurde ein urbaner Stadtgarten eingerichtet, der von den Volumen eingefasst wird.
Die Architektur des Neubaus variiert die durch die Materialien Stein und Glas geprägte Formensprache des benachbarten IBM Gebäudes ohne sie zu wiederholen. Die Fensterformate des Neubaus sind in ihrer Proportion identisch mit dem Regelgeschossformat des IBM-Gebäudes; anders als dort wurde beim Bürogebäude Herostrasse aber auf eine Dreiteilung des Volumens in Sockel, Körper und Krone zugunsten einer horizontalen Stapelung der Geschosse verzichtet. Diese horizontale Gliederung wird durch eine überhohe Schattenfuge zwischen den Geschossen betont. Innerhalb einer Geschossebene sind T-förmige Versatzstücke aneinandergefügt, die durch ein Passstück voneinander getrennt sind.
Die Fassade des Bürogebäudes wurde aus geschliffenen und polierten Kunststeinelementen gefertigt, die eine hochwertige, beständig matt glänzende Oberfläche aufweisen. Je nach Ansichtswinkel tritt das Gebäudevolumen dadurch unterschiedlich in Erscheinung. Der Kunststein besteht aus einem dunkel eingefärbten Beton, der durch schwarz-grüne Natursteinzuschläge veredelt wird. Das Material nimmt Bezug auf den Naturstein der Fassade des Hauptgebäudes. Die scharfkantigen Laibungen werden durch ein spezielles Säuerungsverfahren optisch besonders hervorgehoben. Dadurch wird die Fassade zusätzlich akzentuiert und die Fenster wirken wie „aus dem Stein gehöhlt“. Die Ansichten der Fensterrahmen sind dabei auf ein technisch mögliches Mindestmaß reduziert und treten kaum in Erscheinung. Die Fenster mit äußerer Einfachverglasung und innerer Dreifachverglasung im CCF-Verbund (Closed Cavity Facade) sorgen für einen ausgezeichneten Wärme- und Sonnenschutz im Gebäude. Um Kondensat an den Scheiben zu vermeiden, wird der Fassadenzwischenraum periodisch mit gereinigter, trockener Luft durchspült.
Der Haupteingang sowie die Nebeneingänge der klassischen Dreibundanlage liegen zurückgesetzt in Eingangsnischen, die von großformatigen Kunststeinplatten flankiert werden. Die Materialität der Fassade findet, in einem feineren Maßstab, auch in den öffentlichen Innenbereichen des Gebäudes seine Entsprechung: Das Haupt- und Nebenfoyer sowie die Entrees der einzelnen Geschosse sind mit kleinteiligen Kunststeinböden und überhöhten Sockeln ausgestattet. Diese bilden mit der hölzernen Wand- und Deckenbekleidung eine Symbiose und verleihen den Bereichen des Grundausbaus eine besondere Wertigkeit. Das repräsentative Hauptfoyer erhält zudem durch die sorgfältig ausgesuchte Natursteinverkleidung des Liftkerns eine zusätzliche Aufwertung. Der aus dem Aostatal stammende Marmor wurde in einem Spiegelmuster gehängt und erinnert an Büro-Lobbys, wie sie in New York oder Chicago zu finden sind.



Situation Bürogebäude Herostrasse von Max Dudler
Situation
Grundriss Erdgeschoss Bürogebäude Herostrasse von Max Dudler
Grundriss Erdgeschoss
Grundriss Regelgeschoss Bürogebäude Herostrasse von Max Dudler
Grundriss Regelgeschoss
Längs- und Querschnitt Bürogebäude Herostrasse von Max Dudler
Längs- und Querschnitt
Front- und Seitenansicht Bürogebäude Herostrasse von Max Dudler
Front- und Seitenansicht
Fassadendetail Bürogebäude Herostrasse von Max Dudler
Fassadendetail