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Ausbau Einfamilienhaus in Zweifamilienhaus
Buechbühlstrasse 1, Killwangen

Kategorie:
Wohnen (bis 2 Wohneinheiten)
Fertigstellung:
2016
Gebäudeanzahl:
1
Stockwerke:
2
Untergeschosse:
2
Parkplätze:
5
Anzahl Wohnungen:
2
Grundstücksfläche:
1037 m²
Geschossfläche:
560 m²
Nutzfläche:
238 m2
Gebäudevolumen:
1723 m³
Gebäudekosten BKP 2:
900'000 CHF

VERDICHTUNG NACH INNEN, AUS EINS WIRD ZWEI

Das ursprüngliche Haus, 1968 vom Architekten Martin Staub gebaut, besticht durch eine Gestaltung in Anlehnung an den amerikanischen Modernismus. Stützmauern aus Sichtbeton gliedern den Hang volumetrisch. Das Erdgeschoss ist als abschliessende Stützmauer und Sockel für das Piano Nobile gebildet. Ein verwinkelter Weg ermöglicht dabei eine spannungsvolle Annäherung zum Haus in Form einer "promenade architecturale."

Die architektonische Sprache vom Hauptkörper wird durch eine starke Verbindung zwischen innen und aussen in alle vier Kardinalpunkte gekennzeichnet. Verschachtelte Räume und grosszügige Eckverglasungen ermöglichen zahlreiche Enfilade-Blicke, die die Lebensräume generös erscheinen lassen. Ein grosses Dach mündet in überdimensionale Vordächer, die mit dem Sockel eine unterschiedlich breite Laube bilden. Im Innenraum strahlt viel indirektes und sanftes Licht herein.

Das Einfamilienhaus ist beim Kauf stark sanierungsbedürftig. Aus nachhaltigen Gründen entscheidet sich die Bauherrschaft das Einfamilienhaus in zwei separate Wohneinheiten zu teilen. Ausgehend von den Qualitäten des Bestandes ermöglicht der realisierte Umbau die Beilegung der Nachteile des ursprünglichen Entwurfs (tiefer dunkler Grundriss, stiefmütterliche Gestaltung von der Hangseite des Hauptkörpers) bei gleichzeitiger Erfüllung der programmatischen Anpassungen und einer notwendigen energetischer Sanierung.

Um die innere Erschliessung zu entflechten wurde das Treppenhaus vollständig neu gestaltet. Durch eine delikate Unterkellerung vom bestehenden Haus verbindet das neue Rückgrat die zwei Wohneinheiten und deren Nebenräume flexibel mit dem Strassenniveau. In der Hauptwohnung ermöglicht die Rochade von Küche und Esszimmer die Entstehung eines überhöhten Raumes. Dank einer grossen Glasfront im Firstversprung strahlt Morgenlicht direkt ins Zentrum des Hauses.

Das Dach wird im Zuge der Erneuerung vereinfacht und mit Welleternit bedeckt. Mit der Bildung einer Patina wird sich die Bedeckung über die Jahre dem Erscheinungsbild des alten Sichtbetons angleichen. Dank einer prägenden Geometrie und Materialität im Spannungsfeld mit dem Sichtbetonsockel verleiht es dem ganzen Bau einen zeitgemässen architektonischen Ausdruck.


Franke Küchentechnik AG

Franke Küchentechnik AG


Franke-Strasse 2
4663 Aarburg

Architekt/Planer

RUDAZ ARCHITEKTEN GmbH


Buckhauserstrasse 40
8048 Zürich-Altstetten
044 291 26 28
Bauingenieur

Timbatec Holzbauingenieure (Schweiz) AG


Falkenplatz 1
3012 Bern
058 255 15 30

Umgebungsplan Ausbau Einfamilienhaus in Zweifamilienhaus von RUDAZ ARCHITEKTEN GmbH
Umgebungsplan
Strassengeschoss Ausbau Einfamilienhaus in Zweifamilienhaus von RUDAZ ARCHITEKTEN GmbH
Strassengeschoss
Erdgeschoss mit Einliegerwohnung Ausbau Einfamilienhaus in Zweifamilienhaus von RUDAZ ARCHITEKTEN GmbH
Erdgeschoss mit Einliegerwohnung
Obergeschoss mit Hauptwohnung Ausbau Einfamilienhaus in Zweifamilienhaus von RUDAZ ARCHITEKTEN GmbH
Obergeschoss mit Hauptwohnung
Querschnitt Ausbau Einfamilienhaus in Zweifamilienhaus von RUDAZ ARCHITEKTEN GmbH
Querschnitt
Längsschnitt Ausbau Einfamilienhaus in Zweifamilienhaus von RUDAZ ARCHITEKTEN GmbH
Längsschnitt
Ansicht Süd-West Ausbau Einfamilienhaus in Zweifamilienhaus von RUDAZ ARCHITEKTEN GmbH
Ansicht Süd-West
Detail Umbau Ausbau Einfamilienhaus in Zweifamilienhaus von RUDAZ ARCHITEKTEN GmbH
Detail Umbau