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Aquatikum
Ueberlandstrasse 133, Dübendorf

Kategorie:
Unterricht, Bildung und Forschung
Fertigstellung:
2015
Gebäudeanzahl:
1
Stockwerke:
2
Untergeschosse:
1
Parkplätze:
16
Grundstücksfläche:
21'548 m²
Geschossfläche:
2417 m²
Nutzfläche:
1634 m2
Gebäudevolumen:
9840 m³
Gebäudekosten BKP 2:
6.26 Mio. CHF

ISBA AG
ISBA AG
Industriestrasse 15
4222 Zwingen
Tel. 061 761 33 44
Fax. 061 761 33 60
info@isba.ch
www.isba.ch
Pittsburgh Corning (Schweiz) AG
Pittsburgh Corning (Schweiz) AG
Schöngrund 26
6343 Rotkreuz
Tel. 041 798 07 07
Fax. 041 798 07 97
direktion@foamglas.ch
www.foamglas.ch


Architekt/Planer

Andreas Müller Architekten AG
Steinhaldenstrasse 46
8002 Zürich
044 440 59 00
HLK-Planer, Generalplaner

Helbling Beratung & Bauplanung AG
Hohlstrasse 614
8048 Zürich
044 438 18 11
Bauphysiker

Steigmeier Akustik + Bauphysik GmbH
Rütistrasse 3a
5400 Baden
056 225 10 30
Sanitärplaner

Bösch Sanitäringenieure AG
Lerzenstrasse 16
8953 Dietikon
044 751 71 71
Bauingenieur

Dr. J. Grob & Partner AG
Technikumstrasse 73
8400 Winterthur
052 268 02 00
Elektroplaner

Mosimann & Partner AG
Albulastrasse 55
8048 Zürich
044 802 23 23
Diverses

Jobst Willers Eingineering AG
Beckenhofstrasse 6
8006 Zürich
044 303 20 30

Die Eawag, das Wasserforschungsinstitut des ETH-Bereichs, unterhält zusammen mit der Empa, der Eidgenössischen Materialprüfungs- und Forschungsanstalt ein Forschungsgelände am nördlichen Rand von Dübendorf. Das Gelände liegt zwischen der vierspurigen Überlandstrasse und den Bahngleisen der S-Bahn. Der hier vorgestellte Neubau liegt hinter dem kürzlich renaturierten Chriesbach etwas versteckt im nordwestlichen Teil des Areals. Er ist Teil der kontinuierlichen Erneuerung und Ergänzung des Gebäudeparks und ersetzt Teile eines aus den 60-er Jahren stammenden Gebäudeensembles, welches aus der Forschungshalle, verschiedenen Anbauten und einem Gewächshaus bestand.
Diese Anbauten wurden abgebrochen. An deren Stelle entstand ein neuer Gebäudetrakt mit verschiedenen Typen von Labors und Versuchsräumen in unterschiedlichen Grössen und Ausstattung: Neben dem grossen Experimentierraum im Untergeschoss enthält der Neubau verschiedene Kühlzellen, Nasslabors, Labors mit Kapellen und Klimaräume. Das Flachdach ist mit Hubstaplern befahrbar und dient Freiluftversuchen. In der bestehenden Versuchshalle wurden die verschiedenen provisorischen Versuchscontainer und andere Einbauten abgebrochen, so dass die Halle wieder grösseren Versuchsanordnungen dienen kann. Das Innere des Gebäudes ist weitgehend ein Edelrohbau mit sichtbar belassenen Installationen. Weiss gestrichenes KS-Mauerwerk und Beton wurde kombiniert mit minzgrünem Epoxidharzboden, kornfarbenen Duripanel-Schrankwänden und dunkelblauen Türen. Das Gebäude ist im Minergie P-Eco-Standard erstellt und als erstes Forschungsgebäude der Schweiz zertifiziert.

Eine der Anforderungen der Bauherrschaft zu Beginn des Projektes war es, dem neuen Forschungsgebäude eine Identität zu verleihen, die das Forschungsthema Wasser mit architektonischen Mitteln zum Ausdruck bringt.
Zunächst galt es, den bestehenden Bau mit dem Neubau zu einem neuen Ganzen zu formen. Dies erreichten wir, indem wir eine das ganze Gebäude umfassende Fassade entwarfen, die die verschiedenen Höhen und die sehr unterschiedlichen Verglasungen kaschiert. Darunter im Erdgeschoss, wo die Fassade möglichen Beschädigungen ausgesetzt ist, setzten wir vorfabrizierte Betonelemente ein. Den oberen Abschluss über der Aluminium-Fassade bildet ein massives Dachrandelement aus Stahlbeton, das auf der Innenseite auch als Aufprallschutz für Hubstapler dient. Die Stahlgitterkonstruktion auf dem Flachdach ist dafür installiert, Infrastruktur für Versuche und temporäre Sonnenschutzmassnahmen zu befestigen. Die Elemente zusammen bilden eine klassische Dreiteiligkeit mit Sockel, Regelgeschoss und Attika und verleihen dem Forschungsgebäude eine klassische Eleganz.
Das auf der Fassade abgebildete Motiv bildet die bewegte Wasseroberfläche eines Sees ab. Ausgehend von der Beobachtung und fotografischen Erfassung verschiedener Gewässer und Wasseroberflächen erarbeiteten wir ein dreifarbiges flächiges Muster. Auf der Basis dieses Musters bearbeitete und verfeinerte der Stoffkünstler Andreas Hurr den Entwurf und entwickelte wie beim Stoffdesign einen Rapport, dank dem sich das Grundmuster beliebig oft zusammensetzen lässt. Dieses Muster übersetzten wir in eine raumhaltige Aluminium-Fassade.


Zertifikat
Minergie-P-Eco


Aquatikum Schwarzplan Aquatikum von Andreas Müller Architekten AG
Aquatikum Schwarzplan
Aquatikum Grundriss Untergeschoss Aquatikum von Andreas Müller Architekten AG
Aquatikum Grundriss Untergeschoss
Aquatikum Grundriss Erdgeschoss Aquatikum von Andreas Müller Architekten AG
Aquatikum Grundriss Erdgeschoss
Aquatikum Grundriss Obergeschoss Aquatikum von Andreas Müller Architekten AG
Aquatikum Grundriss Obergeschoss
Aquatikum Grundriss Dachgeschoss Aquatikum von Andreas Müller Architekten AG
Aquatikum Grundriss Dachgeschoss
Aquatikum Längsschnitt West-Ost Aquatikum von Andreas Müller Architekten AG
Aquatikum Längsschnitt West-Ost
Aquatikum Querschnitt 2 Süd-Nord Aquatikum von Andreas Müller Architekten AG
Aquatikum Querschnitt 2 Süd-Nord
Aquatikum Querschnitt Süd-Nord 1 Aquatikum von Andreas Müller Architekten AG
Aquatikum Querschnitt Süd-Nord 1
Aquatikum Ansicht Nord Aquatikum von Andreas Müller Architekten AG
Aquatikum Ansicht Nord
Aquatikum Ansicht Ost Aquatikum von Andreas Müller Architekten AG
Aquatikum Ansicht Ost
Aquatikum Ansicht West Aquatikum von Andreas Müller Architekten AG
Aquatikum Ansicht West
Aquatikum Detailschnitt Aquatikum von Andreas Müller Architekten AG
Aquatikum Detailschnitt
Aquatikum Ansicht Süd Aquatikum von Andreas Müller Architekten AG
Aquatikum Ansicht Süd
Aquatikum Fassadenpaneel Aquatikum von Andreas Müller Architekten AG
Aquatikum Fassadenpaneel