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Alters- und Gesundheitszentrum Alpsteeblick
Spitalgässli 2, Appenzell

Bob Gysin Partner BGP
Architekten ETH SIA BSA

Aussenansicht © Dominique Marc Wehrli, La Chaux-de-FondsZimmer © Dominique Marc Wehrli, La Chaux-de-FondsBalkon © Dominique Marc Wehrli, La Chaux-de-FondsEingangsbereich © Dominique Marc Wehrli, La Chaux-de-FondsLichthöfe © Dominique Marc Wehrli, La Chaux-de-Fonds
Kategorie:
Fürsorge und Pflege
Fertigstellung:
2016
Gebäudeanzahl:
1
Stockwerke:
4
Untergeschosse:
1
Geschossfläche:
8332 m²
Nutzfläche:
4027 m2
Gebäudevolumen:
28'563 m³
Gebäudekosten BKP 2:
16.4 Mio. CHF

Architekt/Planer

Bob Gysin Partner BGP
Architekten ETH SIA BSA
Ausstellungsstrasse 24
8005 Zürich
044 278 40 40
Landschaftsarchitekt

parbat Landschaftsarchitektur GmbH
Museumstrasse 4
9000 St. Gallen
078 620 86 19
Bauleiter

b+p baurealisation ag
St. Leonhard-Strasse 39 / Neumarkt 2
9000 St. Gallen
071 227 80 90
Bauherrenvertreter

Bau-Data AG
Dossenstrasse 17
9470 Buchs SG
081 756 08 86
Spezialist, Bauphysiker

EK Energiekonzepte AG
Sihlquai 55
8005 Zürich
044 355 50 00
Bauingenieur

Nänny + Partner AG
Oberstrasse 222
9014 St. Gallen
071 278 19 19
Landschaftsarchitekt

Prabat Landschaftsarchitektur
Museumstrasse 4
9004 St. Gallen
+41 78 620 86 19
HLK-Planer

Hugentobler Ing. HLKS GmbH
Zürcher Strasse 204f
9000 St. Gallen
071 272 11 66
Diverses

Stahlton AG
Hauptstrasse 11
5070 Frick
062 865 76 00

Der Poesie des Ortes folgend, setzt sich der Neubau einem Findling ähnlich ins abfallende Gelände. Die polygonale Form ist nicht zufällig, sondern nimmt städtebauliche und topografische Richtungen der Umgebung auf und lässt das Gebäude in selbstverständlicher Nachbarschaft zur Landschaft und den Bestandesbauten stehen.

Der Platz beim Haupteingang ist Zufahrt wie auch Ort für den Aufenthalt. Sitzmöglichkeiten werden aufgestellt und der Platz wird mit blühenden Vegetationsflächen gegliedert. Der «Demenzgarten» auf der Terrasse ist Garten wie auch Teil der das Gebäude umgebenden Landschaft. Die Wiese fliesst hinein und wird Schritt für Schritt mit Gehölzen und Stauden ergänzt.

Im Hinblick auf die energetische Effizienz, entspringt dem Sinnbild des Findlings in der Umsetzung ein kompakter Baukörper, dessen Volumen-Flächen-Verhältnis, optimale Orientierung für Sonnenlichtnutzung und weitere passive Massnahmen als Basis für einen minimalen Energiebedarf dienen.

Die Fassade ist eine hochwertige Hülle ohne Wärmebrücken. Im Innern erlaubt sie eine freie Raumeinteilung, die auf neue Nutzungsbedürfnisse im Laufe der Zeit reagieren kann. Der Einsatz von Holz in der Fassade ist dabei ökologisch sinnvoll und mit der Tradition der Appenzeller Holzbauweise kohärent zugleich.

Emotionale Aspekte bildeten entscheidende Ergänzung zu den quantitativen oder qualitativen Eigenschaften eines nachhaltigen Gebäudes. Begriffe wie Würde und Selbstbestimmung oder Freude und Gemeinschaft begleiteten deshalb das Projekt von Beginn an. Immer mit dem Ziel, eine Atmosphäre zu schaffen, die den gegenwärtigen und den zukünftigen Ansprüchen an Raum und Komfort, aber auch dem Bedürfnis aller Nutzerinnen und Nutzer – Mitarbeiter, Besucher und Bewohner – nach Wohlbefinden entspricht.

Dazu ist neben den räumlichen Proportionen und der spezifischen Materialisierung, Sichtbezüge, Innen- und Aussenbezüge, aber auch die Lichtführung von zentraler Bedeutung.

Wissenschaftliche Untersuchungen – und persönliche Erfahrungen – haben den Einfluss von Tageslicht auf unsere Psyche nachgewiesen. Um diese positiven Effekte zu nutzen, wird mit chronobiologischem Kunstlicht in Bereichen mit Aussenbezug der Tagesverlauf simuliert, um den Biorhythmus der Bewohnerinnen und Bewohner zu unterstützen.

Die Bereiche um die Lichthöfe im Innern des Gebäudes, bilden einen sozialen Kern, an den sich die individuell nutzbaren Zimmer gliedern. Sitzgelegenheiten und Motive zum Entdecken und Beobachten regen zum Gebrauch dieser vielfältigen Rundläufe an.


Zertifikat
unterschreitet den Minergie-P Standard

Publikation
wa wettbewerbe aktuell 11/2013, p.85-87
Nachhaltig Denken in Architektur und Kunst, Hatje Cantz Verlag, Oktober 2015. p.278-283
Hochparterre online 06.01.2012


Schwarzplan Alters- und Gesundheitszentrum Alpsteeblick von Architekten ETH SIA BSA<br/>
Schwarzplan
Erdgeschoss Alters- und Gesundheitszentrum Alpsteeblick von Architekten ETH SIA BSA<br/>
Erdgeschoss
3. Obergeschoss Alters- und Gesundheitszentrum Alpsteeblick von Architekten ETH SIA BSA<br/>
3. Obergeschoss
Schnitt Alters- und Gesundheitszentrum Alpsteeblick von Architekten ETH SIA BSA<br/>
Schnitt
Schnittansicht Alters- und Gesundheitszentrum Alpsteeblick von Architekten ETH SIA BSA<br/>
Schnittansicht
Detailschnitt Alters- und Gesundheitszentrum Alpsteeblick von Architekten ETH SIA BSA<br/>
Detailschnitt