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Aarstrasse 62 und 66 in Bern Umbau und Dachausbau
Aarstrasse 62, Bern

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Wohnhaus an der Aare mit Berner Münster im Hintergrund © Rolf Siegenthaler BernWohnhaus an der Aare mit Kirchenfeldbrücke im Hintergrund © Rolf Siegenthaler BernWohnhaus an der Aare mit Strasse © Rolf Siegenthaler BernWohnhaus an der Aare mit Dependenzgebäude © Rolf Siegenthaler BernEsszimmer mit bestehenden Täfer und Parkett im Obergeschoss © Rolf Siegenthaler BernBad im Obergeschoss © Rolf Siegenthaler BernNeue eingebaute Küche mit Gartenzugang im Obergeschoss © Rolf Siegenthaler BernNeue eingebaute Küche mit Gartenzugang im Obergeschoss © Rolf Siegenthaler BernNeue Küche im Erdgeschoss  © Rolf Siegenthaler BernWohnzimmer im EG mit Verbindung in die Küche © Rolf Siegenthaler BernIm Dachgeschoss neu eingebaute Küche und neue Lukarnen © Rolf Siegenthaler BernWohnzimmer im Dachgeschoss mit bestehendem Kamin © Rolf Siegenthaler BernWohnzimmer im Dachgeschoss mit bestehendem Kamin © Rolf Siegenthaler BernNeue Lukarnen und Dachfenster im Dachgeschoss © Rolf Siegenthaler BernGeräumig helles Bad im Dachgeschoss © Rolf Siegenthaler Bern
Kategorie:
Wohnen (ab 3 Wohneinheiten)
Fertigstellung:
2017
Gebäudeanzahl:
1
Stockwerke:
3
Untergeschosse:
1
Anzahl Wohnungen:
3
Grundstücksfläche:
1061 m²
Geschossfläche:
408 m²
Nutzfläche:
275 m2
Gebäudevolumen:
1336 m³
Gebäudekosten BKP 2:
1.8 Mio. CHF

Paul Bauder AG
Paul Bauder AG
Alte Zugerstrasse 16
6403 Küssnacht am Rigi
Tel. 041 854 15 60
Fax. 041 854 15 69
info@bauder.ag
www.bauder.ag


Architekt/Planer

WFSZ Architekten AG
Junkerngasse 33
3011 Bern
031 311 87 31

Innenausbau

Das schützenswerte Gebäude aus dem 16. Jahrhundert wurde in enger Zusammenarbeit mit der Denkmalpflege der Stadt Bern in den Jahren 2015 und 2016 um- und ausgebaut.

Die neuen Sanitärräume wurden anstelle der alten Küchen im Gebäudekern situiert und die modernen Küchen in Räume mit direktem Aussenbezug verlegt. Jede Wohnung verfügt nun über einen eigenen Gartensitzplatz mit Sicht auf die Aare. Am Äusseren waren wegen der erst wenige Jahre zurückliegenden Renovation kaum Massnahmen vorgesehen. Einzig die zum Hang orientierte eingeschossige Nordfassade wurde renoviert und mit zwei neuen Fenstern und dem Wohnungszugang ausgestattet.
Grössere Bauschäden im Ober- und Dachgeschoss der Nord- und der Westseite bedingten die weitgehende Erneuerung der Dachkonstruktion einschliesslich des Estrichbodens. Auch hatte die neue Wohnung im ehemaligen Estrich Veränderungen in der Dachlandschaft zur Folge. So wurden alle Lukarnen erneuert und vereinheitlicht, zusätzliche Dachflächenfenster und einzelne Glasziegelbänder eingepasst sowie die beiden kleinen Fenster der Südfassade vergrössert. Die der Nutzung geschuldeten Veränderungen wurden mit grosser Sorgfalt angegangen und denkmalverträglich ausgeführt. Mit der traditionellen Einfachdeckung und den Kaminen haben wesentliche Aspekte der Dachgestaltung gewahrt werden können.
Die Wohnräume der beiden Hauptgeschosse mit einfachen Vertäfelungen oder glatten Wänden waren wohl nie besonders reich ausgestattet. Die Raumvertäfelungen, ohne spezielle malerische Befunde, erhielten eine ihrem Charakter entsprechende Graufassung. Die alten Parkettböden welche jahrelang durch minderwertige Bodenbeläge abgedeckt waren, wurden freigelegt und sorgfältig repariert.



Umgebung

Das Wohnhaus war spätestens seit dem mittleren 18. Jahrhundert von einer grosszügigen, von Stützmauern strukturierten üppigen Gartenanlage umschlossen. Die Terrassenanlagen wurden in die Erneuerung miteinbezogen, umgestaltet und den drei Wohnungen je einen Gartensitzplatz auf unterschiedlichen Ebenen zugeordnet. Herzstück des ehemals am Wasser gelegenen Gartens ist der gepflasterte Gartensitzplatz mit dem Brunnen. Für den Bau der Erdsondenheizung wurde beides entfernt, die Pflasterung und der neu mit einer Umwälzpumpe ausgestattete ehemalige Laufbrunnen anschliessend wieder hergestellt. Speziell ist auch die in den Steilhang eingelassene Erschliessung des Gartens aus dem ersten Obergeschoss. Die Renovation des westseitigen Dependenzgebäudes wurde auf das Notwendigste beschränkt und dient als unbeheizter Atelierraum.

Der wertvolle Bestand ist auf Jahrzehnte gesichert und bietet mit drei stadtnahen Wohnungen eine hochwertige, fast idyllisch-ländliche Wohnqualität. Die Lage dürfte eine weitere Aufwertung erfahren, wenn die Aarstrasse im Zuge der Massnahmen zum Hochwasserschutz dereinst zurückgebaut ist und das Haus dann auch wieder über ein vollwertiges Sockel- und Kellergeschoss verfügen wird.




Umgebungsplan  Aarstrasse 62 und 66 in Bern Umbau und Dachausbau von WFSZ Architekten AG
Umgebungsplan
Grundriss 1. OG  Aarstrasse 62 und 66 in Bern Umbau und Dachausbau von WFSZ Architekten AG
Grundriss 1. OG
Querschnitt  Aarstrasse 62 und 66 in Bern Umbau und Dachausbau von WFSZ Architekten AG
Querschnitt
Längsschnitt  Aarstrasse 62 und 66 in Bern Umbau und Dachausbau von WFSZ Architekten AG
Längsschnitt
Südfassade  Aarstrasse 62 und 66 in Bern Umbau und Dachausbau von WFSZ Architekten AG
Südfassade