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House in Preonzo
Via Ai Crótt , Preonzo

Kategorie:
Wohnen (bis 2 Wohneinheiten)
Fertigstellung:
2013
Gebäudeanzahl:
1
Stockwerke:
2
Untergeschosse:
1
Parkplätze:
3
Anzahl Wohnungen:
1
Grundstücksfläche:
500 m²
Geschossfläche:
157 m²
Nutzfläche:
120 m2
Gebäudevolumen:
780 m³
Gebäudekosten:
660'000 CHF

DAW Schweiz AG
Gewerbestrasse 6
8606 Nänikon
Tel. 043 399 42 22
Fax. 043 399 42 23
info@caparol.ch
www.caparol.ch
Fami AG Lagersysteme
Industrie Süd
8573 Siegershausen
Tel. 071 699 19 14
Fax. 071 699 19 12
info@fami-ag.ch
www.fami-ag.ch
Schüco International KG
Karolinenstrasse 1-15
33609 Bielefeld
Tel. 0049 521/7830
Fax. 0049 521/78 34 51
info@schueco.com
www.schueco.com

Architekt/Planer

Davide Macullo Architects
Via Lavizzari 10
6900 Lugano
0919718234

Bauingenieur

Massimo Ferrari
Via Campagna 2/1
6512 Giubiasco
Bauunternehmer

Ennio Ferrari SA
Via Perdaglie 1
6527 Lodrino
091 863 33 55


Trotz seines geringen Volumens hat das Gebäude eine grosse Bedeutung für die Region. Es kreiert einen Bezug zwischen der DNA eines Ortes und seiner Zukunft. Es repräsentiert eine gegenwärtige Interpretation historischer Werte einer Ortschaft.

Das Projekt liegt am Rande des Dorfkernes von Preonzo, zwischen dem der Landwirtschaft gewidmetem Land und dem urbanen Zentrum des Dorfes in der Süd-Schweiz.

Diese Region der Alpen ist geprägt durch seine traditionellen, monolithischen Steinbauten. Die Ställe lagen im Erdgeschoss; das Warendepot im Obergeschoss und der Keller im Untergeschoss waren erreichbar durch eine externe Treppe. Diese kubischen Monolithen sind Erbe der landwirtschaftlichen Geschichte dieser Gegend. Das ursprüngliche Gebäude, welches durch unser Projekt erweitert wurde, war eines dieser Steinbauten.
Auf den Wunsch des Auftraggebers nach einer grösseren Wohnfläche haben die Architekten mit einer Erweiterung des bestehenden Gebäudes durch den Einsatz ähnlicher Volumen reagiert. Das sorgfältige und zurückhaltende Design ist eine Hommage an das ursprüngliche Steingebäude.

Auf den ersten Blick orientiert sich die Dachfläche an den traditionellen Satteldächern der Region, in Wahrheit ist sie aber eine Interpretation derselben. Je nach Blickwinkel verwandelt sie sich in ein surreales Bild, welches wieder im inneren der Räumlichkeiten zu erfahren ist. Die verwendeten Materialien unterstreichen diesen Zusammenhang. Die alten Gebäude waren aus Stein gebaut und entstanden als kompakte Volumen. Die neue Präsenz teilt sich in drei ähnliche Volumen, eine davon bestehend. Die drei Volumen sind mit demselben Material homogen verkleidet, um diese Kompaktheit aussen sowie innen zu betonen.

Das bestehende Volumen wurde im Inneren als ein einziger Raum konzipiert, macht jedoch durch die originelle Struktur die ehemalige Lage der Balken für das Warendepot des ersten Obergeschosses sichtbar.

Die Aussentreppe sowie der Keller wurden im Originalzustand belassen und dienen als Zeitzeuge des ehemaligen Gebäudes. Drastische Umbaumassnahmen veränderten die ursprüngliche Form vieler der Ställe und mit ihr das Erscheinungsbild der ganzen Region, so dass es den Architekten bei ihrem Projekt ein grosses Anliegen war, mit der historischen Bausubstanz behutsam umzugehen.

Alle Räumlichkeiten entsprechen einer präzisen Geometrie, trotzdem gibt es fliessende Übergänge, welche die Wahrnehmung der Räume erweitert. Die Öffnungen sind auf die wertvollsten Ausblicke der Natur gerichtet. Durch die Schiebung des mittleren Körpers kann Südlicht die Räume durchfluten.

Das Gebäude inspiriert als moderne Interpretation der historischen Bauten neue bauliche Eingriffe in der Gegend.


Publikation
Architektur-Jahrbuch 2017 der Schweizer Baudokumentation



Situationsplan

Grundriss Erdgeschoss

Grundriss Obergeschoss

Dachaufsicht

Schnitt

Schnitt

Nordfassade

Ostfassade

Südfassade

Westfassade

Detail A

Detail B

Detail C

Detail D

Detail E