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Erweiterung und Gesamtsanierung Augenklinik, Luzerner Kantonsspital
Spitalstrasse, Luzern

Kategorie:
Fürsorge und Gesundheit
Fertigstellung:
2016
Gebäudeanzahl:
1
Stockwerke:
7
Untergeschosse:
2
Grundstücksfläche:
3760 m²
Geschossfläche:
10'233 m²
Nutzfläche:
5315 m2
Gebäudevolumen:
37'899 m³
Gebäudekosten:
43 Mio. CHF

REAL AG Lichtkuppeln
Uttigenstrasse 128
3603 Thun
Tel. 033 224 01 01
Fax. 033 224 01 06
info@real-ag.ch
www.real-ag.ch
Sax-Farben AG Lack- und Farbenfabrik
Stationsstrasse 41
8902 Urdorf
Tel. 044 735 32 32
Fax. 044 735 32 00
sax-farben@sax.ch
www.sax.ch
1a hunkeler fenster AG
Bahnhofstrasse 20
6030 Ebikon
Tel. 041 444 04 40
Fax. 041 444 04 50
info@1a-hunkeler.ch
www.1a-hunkeler.ch
BWB-Holding AG Oberflächentechnik
Dallenwilerstrasse 20
6370 Oberdorf NW
Tel. 041 618 61 61
Fax. 041 618 61 71
stans@bwb.ch
www.bwb.ch
Euragglo s.r.l. EUVAL® agglocemento
Via Domenico da Lugo, 12
37023 Lugo die Grezzana (Verona)
Tel. 0039 45/880-1950
Fax. 0039 45/881-9490
info@euval.com
www.euval.com

REAL AG Lichtkuppeln
Lichtkuppeln, Lichtbänder
REAL AG Lichtkuppeln
Walith-Acryl
Innenwand- und Deckenbeschichtungen
Sax-Farben AG Lack- und Farbenfabrik

Architekt/Planer

Schneider & Schneider Architekten ETH BSA SIA AG
Bahnhofstrasse 102
5000 Aarau
062 832 90 90


Die bisherige Augenklinik des Luzerner Kantonsspitals wurde 1975 in Betrieb genommen und genügte den heutigen Ansprüchen nicht mehr. Um den Aufgaben einer zeitgemässen Augenklinik und den aktuellen Energieanforderungen gerecht zu werden, musste das ganze Gebäude unter laufendem Betrieb tiefgreifend saniert und – bedingt durch den gewachsenen Flächenbedarf – durch einen Anbau erweitert werden. Der Neubauteil konnte bereits Ende 2014 fertig gestellt und in Betrieb genommen werden. Im Anschluss wurde der Bestandsbau saniert. Das Gebäude ist gemäss Minergie-Standard ausgeführt.
Die Augenklinik mitsamt Erweiterungsbau bildet den Auftakt in das Spitalareal und hat sowohl städtebauliche als auch architektonische Kriterien zu erfüllen. Heute kann zwischen Alt- und Anbau kaum noch unterschieden werden, denn beide Körper verschmelzen zu einer Einheit. Die polygonale Form des Neubauteils resultiert aus der bestehenden Zufahrt zum Kantonsspital. Diese begrenzt den südwestlichen Teil des Grundstücks der Augenklinik. Die Gestaltung der Fassade fasst die beiden Teile zu einem Ganzen zusammen. Der enge Raster der gold-gräulichen Metallfassade, welche abhängig von der Wettersituation dem Betrachter ein variantenreiches Farbenspiel darbietet, wird an mehreren Stellen des Gebäudes zu grosszügigen Fensteröffnungen zusammengefasst und verspricht schöne Ausblicke in die Luzerner Berglandschaft. Über den nördlich gelegenen Haupteingang wird die neue Augenklinik betreten und gewährt einen ersten Blick auf das Wasserbecken, auf die beiden Körper, als architektonisch-historische Referenz, und in die südliche Landschaft Luzerns. Neben der metallischen Fassade, welche die beiden Gebäudeteile zu einer Einheit zusammenfasst, lässt auch hier die Materialisierung im Innern nicht mehr auf zwei einzelne Bauten schliessen. Die warme wohlige Atmosphäre wird durch die Verwendung von grosszügigen Holzausbauten, wie Schränken, Türen, Handläufen oder Sitznischen, erzeugt. Der augenfällige Boden, welcher für die Sehbeeinträchtigten durch seine kontrastreiche Farbwahl neben den Handläufen eine wichtige Hilfestellung darstellt, schafft eine angenehme Stimmung für Patienten und das Personal der Augenklinik. Im zweiten und ersten Untergeschoss schliesst der Erweiterungsbau nahtlos an den Bestandsbau an und schafft so Platz für eine vergrösserte Operationsabteilung. Durch einfache Eingriffe konnten im 2. und 3. Obergeschoss moderne Betten- und Tagesklinikzimmer mit jeweils eigenen Nasszellen realisiert werden, die den geänderten Patientenbedürfnissen Rechnung tragen.


Publikation
Architektur-Jahrbuch 2017 der Schweizer Baudokumentation



Schwarzplan_1000

Grundriss Erdgeschoss

Schnitt

Ansicht Süd