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Cinémathèque suisse
Chemin de la Vaux 1, Penthaz

Kategorie:
Kultur und Geselligkeit
Fertigstellung:
2015
Geschossfläche:
13'110 m²

AS Aufzüge AG
Erlistrasse 3
6403 Küssnacht am Rigi
Tel. 041 445 27 27
Fax. 041 445 27 90
as-kus@lift.ch
www.lift.ch
ASSA ABLOY (Schweiz) AG
Untere Schwandenstrasse 22
8805 Richterswil
Tel. 044 787 34 34
Fax. 044 787 35 35
marketing.chriw@assaabloy.com
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FORSTER Archiv- und Verkehrstechnik GmbH
Industriestrasse 6
8618 Oetwil am See
Tel. 044 929 06 60
Fax. 044 929 06 61
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Krüger + Co. AG
Winterhaldenstrasse 11
9113 Degersheim
Tel. 071 372 82 82
Fax. 071 372 82 52
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www.krueger.ch
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Alfred Lienhard-Strasse 2
9113 Degersheim
Tel. 0800 633 642
Fax. 071 372 52 44
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Sto AG
Südstrasse 14
8172 Niederglatt ZH
Tel. 044 851 53 53
Fax. 044 851 53 00
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Vitra International AG a Swiss corporation
Klünenfeldstrasse 22
4127 Birsfelden
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Fax. 061 377 15 20
info@vitra.com
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Architekt/Planer

EM2N | Mathias Müller | Daniel Niggli
Architekten AG | ETH | SIA | BSA

Josefstrasse 92
8005 Zürich
+41 44 215 60 10

Bauherr

Bundesamt für Bauten und Logistik BBL
Fellerstrasse 21
3003 Bern
058 465 50 00


Der Charme der bestehenden Cinémathèque lag paradoxerweise in ihrer einfachen und utilitären Erscheinungsform. Die Heimat des nationalen kollektiven Filmgedächtnisses präsentierte sich als eine Akkumulation von Baracken, unprätentiös, mehr dem Inhalt als seiner Verpackung verpflichtet. Das Erweiterungsprojekt akzeptiert diese Ausgangslage und macht sie sich zu Eigen. Die Struktur der bestehenden, linear aneinander gereihten Bauten wird durch neue Zufügungen und Überformungen in eine komposite, mehrdeutige Form von parallelen, unterschiedlich langen Körpern überführt. Lediglich die Kopfsituation wird durch schräge Schnitte ausgezeichnet, der Bau erhält ein Gesicht. Auch im Innern ist das Prinzip der aneinander gelagerten Baukörper spürbar. Die drei übereinander liegenden Haupterschliessungen durchstossen die parallelen Schotten senkrecht und machen so die sequentielle Anordnung der Balken erlebbar. Die eingehängten Sitzungszimmer in der zweigeschossigen Eingangs- und Ausstellungshalle sind wiederum durch Fenster miteinander verbunden. Diese erzeugen in der Durch- und Quersicht perspektivische Tiefe, wie auch Assoziationen zu filmischen Effekten wie Montage und Schnitt.

Während die öffentlichen Bereiche und alle Arbeitsplätze in Penthaz I konzentriert werden, ist das eigentliche Archiv auf der anderen Strassenseite als rein unterirdisches Lager konzipiert. Die funktionalen und atmosphärischen Nebenwirkungen werden dadurch auf ein absolutes Minimum beschränkt. Penthaz II ist eine Art von superfunktionalem Bunker, welcher den optimalen Schutz der kulturell wertvollen Artefakte sicherstellt. Auf einfache Art und Weise entsteht eine städtebauliche Disposition, welche einerseits auf die Weite der angrenzenden Ackerlandschaft reagiert und andererseits der Institution Cinémathèque suisse eine klare und pointierte Adresse verschafft. Die neue Hülle aus rostendem Stahl, einem industriellem Material mit sinnlicher Ausstrahlung, ummantelt die gesamte Anlage und bindet bestehende und neue Teile zusammen. Die langsame Verwitterung des natürlichen Materials verweist auf die bewahrende Funktion des Archivs und verleiht dem Komplex eine eigene, differenzierte Identität. Die modulierte, verdichtete Dachlandschaft aus flach geneigten, begrünten Dächern greift das Thema von industriellen Produktionsstätten oder Filmstudios auf.


Publikation
Architektur-Jahrbuch 2017 der Schweizer Baudokumentation



Situation

Untergeschoss

Erdgeschoss

Obergeschoss

Längsschnitte, Querschnitt